17.12.2009, 16:00 Uhr | Medienagentur plassma / jr
Im Jahr 2010 kehren zwei Urgesteine des Echtzeitstrategie-Genres zurück: "Starcraft"und "Command & Conquer". Während Blizzards Starcraft 2 eher die bewährte Taktik-Karte ausspielt, bricht "Command & Conquer 4: Tiberian Twilight" mit den Genre-Konventionen und wirft Kernbestandteile der Reihe wie den Basisbau oder die legendären Sammler über Bord. Als Ersatz dafür würzt das Entwickler-Studio EA Los Angeles das neues Projekt mit frischen Rollenspiel-Ideen.
Nach der Abwehr der Invasion der Scrin-Aliens in Tiberium Wars blieben zwei Problemen übrig: Ein mysteriöses, inaktiven Portal sowie die den Planeten zunehmend unbewohnbar machende Tiberium-Plage. Notgedrungen akzeptierte man das Angebot von NOD-Oberschurke Kane, das Kristall mit Hilfe eines unterirdischen Kontroll-Netzwerks einzudämmen. Da die Motive für Kanes Handeln völlig im Dunkel blieben, kam es im Lauf der Zeit zu Sabotageakten und Scharmützeln. In C&C 4 ist das Misstrauen der Parteien schließlich soweit auf die Spitze getrieben, dass ein letzter großer Krieg zwischen der GDI und der Bruderschaft von NOD entbrennt. Wie gewohnt wird der im Singleplayer-Modus in zwei parallel verlaufenden Kampagnen - eine für die GDI-Fraktion, eine für die Konkurrenz der NOD - ausgetragen.
Bevor die Schlacht beginnt, entscheidet der Spieler über die eigene Klasse: Angriff, Defensive oder Unterstützer stehen als Optionen zur Verfügung. Diese Wahl legt das eigene Arsenal und die Baumöglichkeiten fest. Defensive Spieler stellen etwa Abwehrtürme auf, Unterstützer besitzen starke Lufteinheiten. Beinahe jede Mission beginnt mit dem Crawler - der mobilen Einsatzzentrale. Dieser ist nun ein Teil der Angriffsstrategie, spuckt er doch die eigenen Panzer und Roboter aus. Auf diese Weise sollen aggressive Spieler schneller in die Schlacht kommen. Der traditionelle Ressourcenabbau wurde in C&C 4 abgeschafft. Als Rohstoffe dienen nun lediglich Zeit und eroberte Knotenpunkte des Tiberium-Netzwerks. Wie in einem Rollenspiel sammelt man mit jedem Erfolg Erfahrungspunkte. Dabei ist es egal, ob man in der Kampagne, online oder im Übungsmodus spielt. Damit lassen sich neue Einheiten, aber auch Waffen-Upgrades freischalten.
Command & Conquer 4 zeigt Mut zu neuen Ideen: Die Rollenspiel-Elemente und das auf mehr Tempo getrimmte Gameplay garantieren ein verändertes Spielgefühl in einem bekannten Szenario. Ein prägendes Merkmal der Serie - die Video-Zwischensequenzen mit bekannten Schauspielern - wird beibehalten.
Ist das wirklich noch ein Command & Conquer-Spiel? Die Innovationen werden viele Serien-Veteranen, die sich zuvor über das optimale Design der eigenen Basis die Köpfe zerbrochen haben, abschrecken. Zudem bleibt abzuwarten, wie die Spielbalance aufgrund des simplen Ressourcenmanagements ausfallen wird.
Command & Conquer 4 ist für EA Los Angeles ein gewagtes Experiment mit spannenden und innovativen Ansätzen. Die Rollenspiel-Elemente und der flottere Spielablauf öffnen die C&C-Reihe mit diesem vom Hersteller offiziell als Abschluss bezeichneten Spiel noch einmal für eine neue Zielgruppe.
Titel: Command & Conquer 4 - Tiberian Twilight
Genre: Echtzeit-Strategiespiel
Publisher: EA
Hersteller: EA Los Angeles
Release: März 2010
Preis: noch nicht bekannt
System: PC
USK-Freigabe: noch nicht bekannt
Wertung: Sehr gut
Medienagentur plassma / jr
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