10.03.2010, 09:22 Uhr | Richard Löwenstein / vb
Wenn sich einem die Chance bietet, mit dem Chef von Sonys Entwicklungs-Team über das vielleicht wichtigste Actiongame für die Playstation 3 zu plaudern - über God of War 3, über Grimm und Gewalt, Griechen und Götter, Krieger und Kolosse - hol uns der Hades, wenn wir so eine Chance nutzlos verstreichen lassen würden! Und so verwickeln wir den Designleiter von Sonys Spektakel God of War 3, Stig Asmussen, in ein Gespräch über bildstarke Kolossal-Action, mächtige Bossgegner und natürlich den Antihelden schlechthin: Kratos, den blutdurstigen Gott des Krieges. Klicken Sie sich durch unsere Foto-Show und erfahren sie, was der Entwickler über den kommenden Blockbuster zu erzählen hat.
Stig Asmussen ist als Designleiter im kalifornischen Santa Monica gemeinsam mit seinem Team verantwortlich für God of War 3 - eines der wichtigsten Projekte für Playstation 3 in diesem Jahr. Ein Actiongewitter, überwältigend, pompös, einzigartig. Eine Machtdemonstration dessen, was die Sony-Konsole kann. Erstaunlich nur, dass vorab so wenig davon gezeigt wurde, oder, Stig Asmussen? "Wir k dieönnen uns den Luxus leisten, wenig zu erzählen. Denn nach den ersten beiden God of War ahnen die Leute, was sie erwartet. Beim ersten Teil war das noch anders. Da hatten wir auf der Fachmesse E3 rund zwei Stunden an Demomaterial, tonnenweise Screenshots. Wir mussten das Publikum überzeugen. Diesmal können wir uns auf unseren guten Ruf verlassen." Da mag Asmussen Recht haben, immerhin sind die ersten zwei Teile aus der God of War-Reihe einem Wirbelwind gleich über die Playstation 2hinweggefegt. Eine derartige Mischung aus einprägsamer Steuerung, abwechslungsreicher Haudrauf-Action, spektakulären Bossgegner-Inszenierungen und kolossalem Fantasy-Drumherum hat es vorher nicht gegeben. Das könnte ein Grund sein, weshalb nichts Grundsätzliches am Gameplay verändert wurde und auch der dritte Teil seinen Wurzeln treu bleibt.
Doch daraus ergibt sich ein Dilemma: Wie will man Kenner begeistern und gleichzeitig Einsteiger mit offenen Armen empfangen? "Wir haben etliche neue Gameplay-Ideen entwickelt; viel vom Bestehenden erhalten; und vieles ergänzt. Aber wir möchten den Spieler nicht die ganze Zeit belehren", sagt Asmussen. „Spätestens nach einer Stunde im Spiel ist der Punkt erreicht, wo du den Leuten nichts Grundsätzliches mehr beibringen solltest. Andernfalls ist dein Konzept zu kompliziert. Wir bauen auf einen Spielfluss, wo wir jede halbe Stunde eine neue Facette einbringen und dem Spieler Zeit geben, sich damit vertraut zu machen. Das fühlt sich dann nicht nach Lernen an." God of War 3 setzt auf Pomp. Alles ist schöner, größer, kolossaler. Und zwar von Beginn an, ab der einleitenden Schlacht am Berg Olymp. Die Heimat der Götter, von Antiheld Kratos in Stücke gehauen, in Grund und Boden gestampft, zerstört binnen Minuten. Ein Einstieg nach Maß. Danach dienen Göttergemächer als Kulisse. "Das ist das Areal, wo die Götter tatsächlich zuhause sind. Man erfährt ein bisschen darüber, wer die Götter sind, wie sie leben, womit sie sich umgeben." Auch God of War 3 nimmt sich also viele Freiheit, vieles aus der griechischen Mythologie umzudichten - so lange die Action stimmt, wird sich daran sicher kein Gamer stören.
Quelle: t-online.de
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