Test IL-2 Sturmovik: Birds of Prey | Flugsimulation | Xbox 360, PS3, PSP, DS

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Schöner fliegen

Erschienen am 28. Oktober 2009 | Richard Löwenstein / jr
IL-2 Sturmovik: Birds of Prey Flugsimulation für Xbox 360, PS3, DS und PSP
IL-2 Sturmovik: Birds of Prey (Bild: 1C Company)

Nur selber fliegen ist schöner. Aber viel teurer. Und nahezu unmöglich in den Flugzeugen, die die Action-Flugsimulation Il-2 Sturmovik: Birds of Prey auf Xbox 360 und PS3 aus dem Hangar schiebt. Sind nämlich waschechte Jäger und Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Atmosphäre stimmt vom Start weg: Körnige Wochenschau-Filme stimmen auf die Ära der Jahre 1939 bis 1945 ein, danach geht’s zum Trainingsflug.

Hier dürfen sich Nachwuchspiloten mit Navigation, Waffenhandhabung und vor allem der Steuerung vertraut machen: Mit dem linken Stick kontrolliert man das Flugzeug aus der Verfolgerperspektive, der rechte lenkt das Seitenruder und den Gashebel. Das geht leicht von der Hand.




Heroes over Europe (Montage: Gamesload)


Luftschlacht über England

Dann folgt der erste Einsatz: An Bord der Spitfire Mk II muss man über der englischen Küste deutsche Bomber abfangen. Auf der getesteten Xbox 360-Version lässt sich mit der Y-Taste das nächste Ziel markieren, an das man mit der LT-Schultertaste noch näher heran zoomen kann. Mit einem Druck auf die RT-Schultertaste nimmt der Pilot dann mit den Bord- MGs die Gegner unter Feuer. Dann die nächste Mission: Es geht darum, drei Kriegsschiffe zu versenken. Normale Bordkanonen sind da zwecklos, weshalb man in solchen Missionen auch Bomben und Raketen unter die Flügel gehängt bekommt. Eine am Boden mitwandernde Markierung leuchtet auf, sobald ein Ziel im Visier ist, ein Knopfdruck auf die RB-Schultertaste löst die Sprengkörper los. Einfach zu handhaben, wie im Luftkampf auch muss man aber für Treffer einiges an Übung investieren.

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Auf die harte Tour

Man muss kein Profi sein, um mit der Steuerung klar zu kommen. Speziell im Arcade-Modus wird die Sache durch allerlei Extras vereinfacht: Vorhalte-Zielmarkierung, Endlos-Munition und ein Turbo, der die Jagdmaschine kräftig beschleunigt - da finden auch Flugschüler einen leichten Einstieg. Wer abgeschossen wird, kann ohne Ladezeiten wieder in den Kampf einsteigen. Der Spielfluss überzeugt also. Anspruchsvoller wird die Sache, sobald man den Schwierigkeitsgrad "Realistisch" oder "Simulator"" freigespielt hat. Hier ist tatsächlich fliegerisches Können gefragt, denn die wendigen Jagdmaschinen kommen durch zu gewagte Flugmanöver umgehend ins Trudeln. Es ist eine Herausforderung, die bockigen Maschinen zu kontrollieren und die Grenze der Aerodynamik auszuloten. Geht die Kurve enger? Kann man den Vogel aus dem Sturzflug ziehen? Da freut man sich über jeden der seltenen Abschüsse. Allerdings lässt sich zu viel Realismus mit unlimitiertem Treibstoff und Munition auch wieder abfedern.

Was wir mögen

Vielfalt ist Trumpf: Die sechs aufeinander folgenden Episoden führen einen auf Seiten der amerikanischen US Air Force, der englischen Royal Air Force und der sowjetischen Luftstreitkräfte nach Großbritannien, Sizilien, Korsun, Stalingrad, in die Ardennen und nach Berlin. Im Mehrspieler-Modus sind auch Maschinen der deutschen Luftwaffe verfügbar. Die insgesamt 40 Flugzeuge - beispielsweise Supermarine Spitfire Mk IX, Focke-Wulf FW 190 "Würger", Junkers Ju-87B-2 "Stuka", P-51B "Mustang" - sind alle detailgetreu nachgebaut. Wendigkeit, Steiggeschwingkeit, Gipfelhöhe und andere Parameter sind deutlich unterscheidbar.

Was wir nicht mögen

Die Technik läuft nicht immer ganz rund: Wenn bis zu 100 Maschinen über den Himmel kreuzen, dann gerät der Bildaufbau schon mal ins Stocken. Das passiert nicht oft, ist dann aber spürbar. Außerdem spart sich der Hersteller eine Rahmenhandlung. Die Missionen sind relativ schmucklos aneinander gekettet. Das ließe sich eleganter lösen.

Fazit

Alles in allem ist IL-2 Sturmovik: Birds of Prey ein Spiel, das sich wirklich sehen lassen kann. Obwohl Spiel vielleicht der falsche Ausdruck ist, denn das Ganze rückt schon nahe an eine beinharte Simulation heran. Als Pilot muss man viel Einarbeitungszeit einkalkulieren. Danach macht das Fliegen aber Spaß, was besonders für die rasanten Mehrspieler-Gefechte gilt.


Titel: IL-2 Sturmovik: Birds of Prey

Preis: zirka 60 Euro

Publisher: 1C Company

Hersteller: 505 Games

Genre: Flugsimulation

Release: Im Handel

Ähnliche Spiele: Ace Combat 4, Blazing Angels 2, Heroes of the Pacific




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