21.07.2009, 08:04 Uhr | vb
"Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit" - mit diesen Worten betrat Neil Armstrong am 21. Juli 1969 als erster Mensch den Mond. PC-Spieler können den Mondflug kostenlos nachspielen, denn in der Freeware-Simulation "Orbiter Spaceflight" ist der Himmel nicht das Limit. Wo "Flight Simulator" und "Flight Gear" an ihre Grenzen stoßen, fängt das Spiel erst an. Die Simulation beschäftigt sich mit der Raumfahrt und kommt als eine Kreuzung aus Flugsimulation und Astronomie-Programm daher. Orbiter ist seit dem Jahr 2000 in Entwicklung und wird konstant verbessert. Die letzte Version enthält nicht nur zahlreiche Shuttles, die realitätsgetreu oder erfunden sind, sondern auch unzählige Szenarien und Missionen. Der Clou: Über zahlreiche kostenlose Add-Ons wird Orbiter ständig erweitert, Raumfahrt-Fans erwartet also eine Welt der nahezu unbegrenzten Möglichkeiten.
Download "Orbiter Spaceflight" jetzt herunterladen
Orbiter wurde von Martin Schweiger, einem Wissenschaftler der Universität London, entwickelt. Das Programm ist vorrangig funktionsorientiert, was sich beispielsweise in den sehr gelungenen 3D-Grafiken und genauen Physik-Berechnungen zeigt. In der Basis-Version kann mit Orbiter unser Sonnensystem durchflogen werden. Pluto und kleinere Asteroiden oder Kometen sind nicht dabei, können aber über Erweiterungen hinzugefügt werden. Derzeit enthält die Datenbank von Orbiter rund 100.000 Sterne, ein interstellarer Raumflug ist allerdings noch nicht möglich.
Stattdessen können PC-Raumfahrer verschiedene Flüge planen. Kurze Distanzen wie etwa ein Flug zum Mond sind ebenso durchführbar wie Langstreckenflüge. Die Basis-Version enthält zahlreiche Standard-Missionen: Ein Flug zum Mars, andocken an der Raumstation "ISS" oder die Landung mit einem Space Shuttle. Für die Aufträge stehen realitätsgetreue Raumschiffe wie etwa das Shuttle "Atlantis" zur Verfügung. Zusätzlich gibt es futuristische Jets wie den "Delta Glider", Science-Fiction-Fans kommen hier also voll auf ihre Kosten. Was Orbiter dabei spannend macht, ist die Möglichkeit, während der Missionen den Raumgleiter zu wechseln. Gesteuert wird dann entweder über Tastatur oder Joystick, das Interface orientiert sich an der Cockpit-Sicht von bekannten Programmen wie dem Flight Simulator.
Orbiter kommt absichtlich nicht als Arcade-lastiges Spiel daher. Explosionen oder Waffen sind nicht enthalten, stattdessen dreht sich alles um einen möglichst realen Raumflug. Planetenbewegungen und Gravitations-Effekte gehören ebenso dazu wie Physik-Berechnungen der Weltraum-Umgebung. Die Unterschiede zum "Flusi" werden schnell klar: Ein Flug ohne Gravitation erfordert komplizierte Steuer-Bewegungen, die Anfänger wie Profis gleichermaßen fordern. Doch keine Sorge: Orbiter verfügt über eine sehr detaillierte Hilfe in Form eines englischsprachigen Forums und eines Wikis zum Spiel. Dort stehen Profis mit Rat und Tat zur Seite, um angehenden Raumfahrern den ersten Trip ins All so spannend wie möglich zu gestalten.
vb
Men in the Moon schrieb:
am 6. Mai 2011 um 15:44:42
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Spaßfaktor
Bin Simulations Fan und beschäftige mich sonst mit Sim`s wie DCS A-10. Als ich den Orbiter entdeckte war ich hellauf begeistert.
Nach ca. 7 Tagen hab ich es geschafft einen halbwegs korrekten Flug in einen stabilen Orbit um Mutter Erde zu absolvieren. An einen Flug zum Mond ist lange nicht zu denken !
DIe Instrumente(MFD`s) und Vorgänge sind dermaßen Komplex das der Spaßfaktor sehr schnell leidet bzw. gegen 0 geht. Spannend in jedem Fall aber sehr schwer zu erlernen(kein Spiel).
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