06.01.2011, 11:50 Uhr | Medienagentur plassma / vb
In den deutschen Kinos läuft der von Kritikern als mittelmäßige Fortsetzung des 80er-Jahre-Kultfilms Tron abgestempelte "Tron: Legacy" erst am 27. Januar 2011 an. Auch das offizielle Spiel "Tron Evolution" lässt hierzulande noch auf sich warten. Während das Actionspiel in Nordamerika bereits für PC, Mac, PS3, Xbox 360 und Wii erhältlich ist, müssen sich europäische Zocker noch bis Mitte Januar gedulden. Bis dahin stellt sich die Frage: Wird das Spiel besser als seine effekthascherische Filmvorlage?
"Tron Evolution" spielt zeitlich zwischen "Tron" und "Tron: Legacy". Der talentierte Programmierer Kevin Flynn versucht, ein virtuelles Utopia aufzubauen. Doch diese computergenerierte Zwischenwelt entpuppt sich als Alptraum. Das Programm Clou übernimmt die Kontrolle, der Virus Abraxas breitet sich über das System aus. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Anon - Kurzform von Anonymus - und stellt sich den Gegnern. Einen Großteil der Spielzeit verbringt man daher auch im so genannten "Grid", jenem Teil der Parallelwelt, in dem Computerprogramme gegeneinander antreten. Diese düstere Welt ist geprägt durch schwarze Hintergründe und wenige farbige Stromkreise. Das sieht zwar wie im Film ungemein stylisch aus, wirkt aber auf Dauer auch recht monoton.
Spielerisch erinnert "Tron Evolution" an ein "Prince of Persia" mit Rennpassagen. Der Spieler steuert Anon aus der Verfolgersperspektive und läuft auf Tastendruck an Wänden entlang oder klettert Hindernisse empor. Zudem tritt er in Kämpfen gegen Abraxas Schergen an. Dazu greift Anon zu der typischen "Tron"-Disc - einer Art Wurfscheibe, die die Bewohner des Grid auf dem Rücken tragen. Ähnlich wie in "God of War 3" inszeniert Anon durch einfache Kombinationen formschöne Angriffswellen. Neben dem Einzelspielermodus umfasst "Tron Evolution" auch mehrere Multiplayer-Spielvarianten. Hier treten die Spieler gegeneinander an und können sogar mit den bekannten Lichtautos Rennen fahren.
Grafisch kommt "Tron Evolution" der Filmvorlage sehr nahe. Die Designer haben den futuristischen Cyberpunk-Look perfekt umgesetzt. Zudem geht die Steuerung leicht genug von der Hand, so dass auch Gelegenheitsspieler Spaß am Action-Adventure haben.
"Tron Evolution" hat viele gute Ansätze. Aber ob hinter dem Nobel-Look auch das Gameplay stimmt? Als unzureichend werden der Tiefgang und allzu simple Kletteraufgaben empfunden. Zudem fällt der Umfang des Mehrspielermodus mit gerade einmal vier Kampfgebieten alles andere als üppig aus.
"Tron Evolution" hat das Potenzial zu einer ordentlichen Filmumsetzung: Das Kampfsystem wirkt durchdacht, und die Kletterpassagen sorgen für Abwechslung. Ob es reicht, um sich vom Lizenz-Einheitsbrei abzuheben? Die Chancen stehen gut.
Quelle: Medienagentur plassma
batman schrieb:
am 28. Januar 2011 um 20:10:02
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Tron
Das Spiel ist Schrott
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