26.02.2008, 12:03 Uhr | Medienagentur plassma / vb
World of Warcraft (Bild: Blizzard)"Viele Spieler sind sich beim Kaufen von Gold nicht bewusst, dass sie damit die Wirtschaft des Spiels stark beeinflussen, oder woher die Unternehmen das Gold beziehen", heißt es auf einer speziellen Blizzard-Seite, die sich dem Thema Goldfarmer widmet. Genau deshalb geht das Unternehmen gegen die illegalen Aktivitäten vor. Denn die Balance von World of Warcraft ist auf jedem einzelnen Server eine heikle Sache. Wenn insgesamt zu viel Gold im Umlauf ist, besteht die Gefahr, dass das Wirtschaftssystem zum Erliegen kommt. Zudem werden Zocker, die bereit sind echtes Geld für Gold auszugeben, klar bevorteilt. So können solche Falschspieler problemlos in Online-Auktionshäusern astronomische Summen für gewünschte Gegenstände bieten und die Preise für reguläre Spieler hochtreiben.
InfoBlizzard-Seite zum Thema Goldverkauf
World of Warcraft (Bild: Blizzard)Deswegen ist Blizzard genötigt, hart gegen Goldfarmer vorzugehen. Nur ist das scheinbar alles andere als leicht. Auch wenn die extrem nervige Chatwerbung dank eines besseren Filters inzwischen seltener geworden ist, braucht man nur in einer Internetsuchmaschine die Begriffe "Gold" und "World of Warcraft" einzugeben, schon werden einem etliche Treffer von Anbietern angezeigt, die eine schnelle Abwicklung der Transaktion versprechen. Inzwischen gibt es auch viele deutsche Webseiten zu diesem Thema. So benötigt man noch nicht mal eine Kreditkarte, um sein Gold zu kaufen, auch per Überweisung ist das möglich. Die Kosten für eine bestimmte Menge sind je nach Server und Fraktion unterschiedlich. Bei unseren Recherchen stießen wir beispielsweise auf ein Angebot, dass uns gegen eine Zahlung von knapp 120 Euro immerhin satte 5000 Goldstücke an unseren Charakter in World of Warcraft transferieren wollte.
World of Warcraft (Bild: Blizzard)Mal ganz von den moralischen Gesichtspunkten abgesehen, die der Goldkauf mit sich bringt, ist es natürlich auch immer gefährlich, solchen doch eher zwielichtigen Anbietern Kontodaten und Accountdaten zu überlassen. "Die Besitzer dieser Accounts haben diese Unternehmen für ihre Dienstleistungen bezahlt - oft auch mit einer größeren Summe -, nur um später von ihnen betrogen zu werden. Jede Woche erreichen uns neue Geschichten über die Folgen der Inanspruchnahme dieser Dienste und viele Spieler müssen bereits mit den Langzeitfolgen ihrer Entscheidungen leben", heißt es auf der Blizzard-Seite. Denn oftmals werden die Zugänge der Goldkäufer kurz nach der Transaktion gehackt.
World of Warcraft (Bild: Blizzard)Auch wenn Blizzard vermehrt gegen die Goldfarmer vorgeht und in den letzten Monaten wohl viele Accounts sperren ließ, zeigt die offenkundige Dreistigkeit der Anbieter auch, dass dem WoW-Entwickler in den meisten Fällen die Hände gebunden sind. Mit Hilfe der regelmäßigen Patches für World of Warcraft ist Blizzard natürlich weiterhin bemüht, die Rahmenbedingungen für Goldfarmer und für die Käufer von Gold zu verschlechtern. Ob dies irgendwann wirklich gelingen wird, ist allerdings unsicher. Denn gerade der Kauf von Gold gegen echtes Geld ist scheinbar nur schwer zu beweisen. Letztlich kann man daher nur an die Ehre der Spieler appellieren, sich Reichtum und Ansehen auch in Azeroth auf legale Weise zu erarbeiten. Umso mehr freut man sich später, wenn man mit seinem mühsam verdienten Geld ein prächtiges Reittier im Stall stehen hat.
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Quelle: t-online.de
Wowzocker schrieb:
am 8. Februar 2010 um 12:24:44
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Goldfarmer
Das sehe ich allerdings auch genau so .
-.-
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SET schrieb:
am 8. Februar 2010 um 09:16:58
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Goldfarmer
Blizzard geht es nicht darum die User zu schützen. Es geht alleine darum, dass die Spieler länger geld für WoW ausgeben, d.h.
länger spielen. Klar sind Goldfarmer eine bedrohung und wer sich darauf einlässt ist auch selber schuld.
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