31.08.2010, 14:57 Uhr
Adventures sind in Deutschland bei PC-Spielern äußerst beliebt. In den vergangenen Jahren erlebte das einst tot geglaubte Genre ein fulminantes Revival. Nicht nur Klassiker wie The Secret of Monkey Island wurden wiederbelebt, auch neue Marken wie "Uncharted", "Ceville" oder "Whispered World" eroberten den Markt. "Lost Horizon" stammt aus der Feder der Schöpfer von "Geheimakte Tunguska". Und die stehen bekanntlich für knackige Rätsel, eine tolle Inszenierung und eine spannende Geschichte. Lost Horizon macht da keine Ausnahme.
Zu Beginn dreht sich alles um eine Männerfreundschaft: Edelgauner Felton Paddock geht auf die Suche nach seinem verschollenen Kumpel Richard. Dieser ist nämlich über dem Himalaya abgestürzt. Schon bald stellt sich heraus, dass die Nazis auf dem Dach der Welt nach dem Fabelreich Shambala forschen. Die Geschichte hinter Lost Horizon wird in unzähligen, toll eingesprochenen Dialogen erzählt. Die geschwätzigen, aber dennoch liebenswerten Charaktere reisen dabei rund um den Globus. Im Spielverlauf verschlägt es PC-Abenteurer unter anderem nach Tibet, Marokko und Berlin.
Die Rätsel in Lost Horizon sind stets logisch, aber nicht immer kinderleicht. Das liegt daran, dass die Objekte oftmals über das aktuelle Szenario verteilt liegen und zunächst mit Gehirnschmalz zusammen getragen werden müssen. Experten werden diesen Hang zur Langatmigkeit lieben, Neueinsteiger sollten sich dagegen lieber ein anderes Spiel aussuchen. Dafür überzeugt Lost Horizon aber mit seiner gelungenen grafischen Umsetzung und einem tollen Flair. Vieles erinnert an bekannte Hollywood-Charaktere wie Indiana Jones oder Quartermain aus "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen".
Fans klassischer Adventures werden sich freuen: Lost Horizon spielt ihnen genau in die Karten. Die Rätsel sind äußerst komplex, dabei aber stets logisch. Hier kommt es auf Kombinationen und die richtigen Schlüsse an. Zudem ist das Spiel technisch erstklassig umgesetzt, und die Szenarien von Honkong bis Marokko fallen ebenfalls sehr abwechslungsreich aus.
Lost Horizon richtet sich an erfahrene Abenteuerfreunde mit viel Geduld und Hirnschmalz. Denn die Aufgaben sind alles andere als leicht und die Dialoge oftmals ein bisschen zu lang. Es ist eben ein Adventure der alten Schule!
Felton Paddock ist der moderne Indiana Jones: Lost Horizon bietet gehobene Rätselkost für lange Herbstabende. Für Adventure-Fans ein Muss!
Quelle: Medienagentur plassma
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