28.09.2010, 11:24 Uhr | vb
Keine Installation, keine Registrierung, keine Kosten. So steht es zumindest auf der Startseite des Browsergames "Poisonville". Bereits im Vorfeld mit Lobgesängen bedacht, ist das Spiel inzwischen in die für jeden nutzbare Beta-Testphase übergegangen. Auf poisonville.de dürfen Spieler die Freiheiten dieses kostenlosen Open-World-Spiels genießen. Ob Poisonville dabei eine Faszination wie ein GTA 4 erzeugen kann, ist nach dem aktuellen Stand aber fraglich.
Denn auch wenn Poisonville angeblich ohne Registrierung auskommt, so taucht gleich zu Beginn doch ein entsprechender Eingabebildschirm auf. Im Anschluss kreiert der Spieler seinen eigenen Avatar und schließt sich einer der vier Gangs in Poisonville an. Anfangs ist man noch ein kleiner Flüchtling aus dem örtlichen Knast - inklusive Gefängniskluft. Erst durch das Erledigen von Aufträgen erhält man im späteren Verlauf Geld, um sich Kleidungsstücke und Waffen zu kaufen. Poisonville ist gratis, bietet aber auch kostenpflichtige Inhalte an. Wer die virtuelle Großstadt schnell erobern möchte, kauft sich stärkere Waffen und eine bessere Ausrüstung für echtes Geld.
Erstes, großes Manko: Das Missionsdesign ist derzeit noch sehr verbesserungswürdig. Die meisten Jobs bestehen nur daraus, zu einem bestimmten Ort zu fahren und dort einige KI-Gangster platt zu machen. Die Ganoven agieren ohne Sinn und Verstand, stehen meist nur dumm in der Gegend herum und lassen sich ohne große Gegenwehr abschießen. Auch das Fahrzeugmodell ist aktuell noch sehr gewöhnungsbedürftig und träge. Teilweise explodieren Fahrzeuge schon nach einem Treffer, fliegen bei Kollisionen mit Laternen in die Luft oder überschlagen sich im Stehen.
Poisonville bietet eine auf Java basierende, freie Spielwelt. Die Steuerung ist simpel, und das Spieldesign klaut viele Ideen beim großen Vorbild GTA 4. Das Grundgerüst für spannende Missionen ist also da. Online-Freunde dürfen sich zudem in Clans zusammenschließen oder mit anderen Spielern chatten.
Technisch ist Poisonville äußerst durchwachsen. Die Stadt wirkt eckig, und die Charaktere bewegen sich hölzern. Das Verhalten der KI-Gegner ist derzeit noch viel zu passiv. Und viele Missionen lassen pfiffige Ideen vermissen.
Poisonville besitzt gute Ansätze, allerdings ist das Browserspiel derzeit technisch noch sehr unfertig. Sollte Bigpoint das Fahrzeugmodell und die KI verbessern, würde das Spiel wesentlich besser da stehen.
Quelle: Medienagentur plassma
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