10.08.2010, 08:24 Uhr | vb
Destination 2064 (Bild: EKD)
Das Verhältnis zwischen Kirche und Computerspielen war bislang alles andere als ungestört, schließlich gibt es vor allem in der Debatte um Gewaltspiele Differenzen und Vorbehalte zwischen Kirchenvertretern und Spiele-Aktivisten. Dabei bestehen in anderen Genres nicht nur Möglichkeiten der Annäherung, sondern auch große Schnittmengen, wie der Bochumer Theologe Michael Waltemathe im Rahmen einer Dissertation herausgefunden hat. Konsequenterweise entwickelte der Geistliche gleich ein eigenes Game - natürlich mit religiöser Thematik.
Wie das ZDF-Nachrichtenmagazin "heute" berichtet, hat Walthemathe, der am Lehrstuhl für Religionswissenschaft der Uni Bochum tätig ist, Erstaunliches herausgefunden: Religiöse Rituale finden sich in Online-Rollenspielen wie World of Warcraft ebenso wie in "Black & White" von Spiele-Guru Peter Molyneux, in dem der allmächtige Spieler über die Entwicklung der Kreaturen auf der Erde bestimmt. Das beginnt etwa bei der Begrüßung der Nachtelfen untereinander, die "Friede sei mit euch" lautet - ein Ausspruch, den man so auch aus dem Gottesdienst kennt. Rituale wie Hochzeiten und Bestattungen, die strengen Normen folgen, finden sich in der von mehr als 11 Millionen Spielern bevölkerten WoW-Onlinewelt Azeroth laut Walthemathe ebenso.
Die Vorstellungen dabei seien streng konservativ, Abweichungen von der Norm der Rituale nicht vorgesehen. Dies zeige auch "Black & White". Wer hier Gutes tut, wird von den Anhängern geliebt und schart entsprechend viele davon um sich – was dem konservativen Bild eines sorgenden, gütigen Gottes entspricht. Insgesamt, so der Theologe, vermitteln die meisten Games ein Bild von Gott als mächtigem Herrscher, also eine eher kindliche Vorstellung.
Walthemathe, der auch weiterhin in Online-Games nach religiösen Bezügen forschen will, ist mittlerweile selbst als Games-Entwickler tätig geworden. Für die Evangelische Kirche Deutschland hat er das Spiel "Destination 2064" gemacht, in dem es Spieler in die Zukunft verschlägt, wo sie sich auf die Suche nach dem Reformator Johannes Calvin machen müssen. Der Titel erscheint passend zum 500. Geburtstag Calvins und ist online spielbar.
vb
Seppel schrieb:
am 10. August 2010 um 12:10:25
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Kirche
Es wird immer Krimineller mit den Kirchen, haut blos ab.
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Schitti schrieb:
am 10. August 2010 um 11:51:48
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Wen interessiert das?
Die können so viele Online-Spiele oder sonstige Maßnahmen machen, wie sie wollen! Ich werde niemals diesen
Volksverblödern, egal ob evangelisch oder katholisch wieder etwas abgewinnen können!!! Meinen Sohn erziehe ich auf jeden Fall gegen diese Spinner.
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Halleluja schrieb:
am 10. August 2010 um 11:51:05
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Pixel-Kirche
Naja .In einer Zeit wo die Kirche immer mehr an Macht und Einfluß verliert , ihr sogar die Schäfchen in Scharen davonlaufen ,
ists nur logisch nach neuen Methoden zu greifen um seinen Stamm zu erhalten .Ich glaub nicht an Gott , spiele seit Jahren WoW , aber bin gespannt was die Kirche da so als Produkt vorlegen wird .Gute Spiele erfordert gute Entwickler .
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