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Facebook hängt "World of Warcraft" ab

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Facebook hängt "World of Warcraft" ab

08.09.2009, 11:20 Uhr | vb

Farmville (Bild: Zynga)

Farmville (Bild: Zynga)

In den vergangenen Jahren war der Begriff Online-Spiel scheinbar untrennbar an World of Warcraft gebunden. Das Blizzard-Game galt lange Zeit nicht nur als Umsatztreiber der Spiele-Branche, sondern auch zukunftsweisender Trendsetter. Diese Ära neigt sich jedoch langsam dem Ende zu: Free2Play-Titel wie Free Realms, die auf einem Micropayment-Prinzip basieren, sind populärer denn je. Doch abseits dieser Konkurrenten schickt sich ein dritter Mitspieler an, den Markt zu erobern - und dessen Karten dürften alle anderen ausstechen: Das Social NetworkFacebook. Wir stellen fünf Top-Games daraus vor.

Facebook wird derzeit von mehr als 225 Millionen Menschen genutzt, jeden Monat kommen zehn Prozent neue User hinzu. Egal ob vom Büro aus, per Mobiltelefon oder am heimischen Rechner, die Nutzer können von überall auf das Social Network zugreifen. Neben dem Austausch mit Freunden und anderen Nutzern bietet das Netzwerk unter dem Menüpunkt „Applikationen“ auch Games, deren Spieler-Zahlen aktuell astronomische Zuwächse verzeichnen und Spiele zu den beliebtesten Facebook-Anwendungen gemacht haben.

Gemeinsam spielen

Der Grund für die Popularität ist so simpel wie logisch: Die Games nutzen die Netzwerk-Möglichkeiten von Facebook sinnvoll aus. Denn gespielt wird nicht alleine, sondern gemeinsam. Spieler laden ihre Freunde ein, etwa um in Mafia Wars schlagkräftigere Gangs zu gründen oder in Farmville Bauernhöfe zusammen zu legen. Wer weiter kommen will, muss Freunde oder andere Facebook-Nutzer hinzuholen. Ein Blick in die Rangliste der populärsten Games zeigt, dass die Rechnung aufgeht: Farmville verzeichnet pro Monat mehr als 38 Millionen Nutzer, Mafia Wars 21,3 Millionen, Farm Town rund 18,7 Millionen und das Tamagotchi-ähnliche Pet Society über 16,6 Millionen. World of Warcraft sieht dagegen mit seinen 11 Millionen Abonnenten beinahe klein aus. Und die Facebook-Games werden zunehmen: "King.com", die größte Plattform für Geschicklichkeitsspiele im Web, will mit Kalorie King und Mars Lives gleich mit zwei Games bei Facebook einsteigen.

Datenschutz beachten

Bei all dem sollte der Datenschutz nicht außer Acht gelassen werden. Wer ein Facebook-Spiel aktiviert, gewährt dem Anbieter der Software Zugriff auf das komplette Profil und die darin angegebenen Daten. Diese können durchaus auch für Werbezwecke verwendet werden. Hier hat Facebook zwar eine Nachbesserung angekündigt, diese ist jedoch noch lange nicht spruchreif. Vor dem Spielen sollte dieser Aspekt also berücksichtigt werden.

Mehr als spielen

Keine Frage: Facebook kann die Spiele-Plattform der Zukunft werden. Zunächst ist dafür die gigantische Basis von Nutzern verantwortlich, die leicht in Spieler umgewandelt werden können. Hinzu kommt die Möglichkeit, von überall auf den Dienst - und damit auch die Spiele - zugreifen zu können, eine Option, die Online-Games wie WoW oder Free Realms nicht bieten können. Zuletzt ist es das Teamplay mit Freunden, die meist schon aus der Welt abseits des Internets bekannt sind, dass die Titel so attraktiv macht. Die Einstiegshürden sind gering, auch Nicht- oder Gelegenheitsspieler kommen schnell zurecht. Genau das macht die Games so attraktiv für den Zeitvertreib in Büro oder Uni. Die Zukunft des Online-Spiels findet nicht mehr (nur) in Azeroth statt, sondern mehr denn je Online-Netzwerken, deren Kern-Charakteristika nicht Gaming, sondern der Austausch von Nutzern ist.




Quelle: t-online.de

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