11.01.2012, 16:30 Uhr | Sabine Schischka (jr / ams)
Vor acht Jahren ist es schon einmal passiert: Ein Ableger der eigentlich stets in sich abgeschlossenen Final Fantasy-Reihe bekommt einen Nachfolger. Damals war’s “Final Fantasy 10-2“ auf der Playstation 2. Jetzt traut sich Hersteller Square Enix erneut und bringt mit “Final Fantasy 13-2“ für Xbox 360 und PS3 die Fortsetzung des wohl umstrittensten Teils der Rollenspiel-Serie. Aber warum eigentlich, wo doch die Story am Ende von Teil 13 ziemlich komplett scheint?
Vermutlich hängt die Fortsetzung unter anderem mit der harschen Kritik an Teil 13 (spielerisch anspruchslos, linearer Verlauf, stereotype Charaktere, automatisiertes Kampfsystem, harmloser Schwierigkeitsgrad) zusammen, nach der Square Enix den Fans nun beweisen will, dass sie es noch immer drauf haben. Und tatsächlich: Nach den ersten spielbaren Missionen scheinen die Entwickler die Negativpunkte des Vorgängers weitestgehend ausgemerzt zu haben. Zeitlich setzt “13-2“ einige Jahre nach dem Ende von Teil 13 ein. Noch nicht gespielt? Dann bitte nachholen, denn nur mit Vorkenntnissen findet man sich so richtig zurecht.
Die Welt, wie man sie kennt, wurde beinahe vollständig zerstört. Nur langsam wachsen neue Städte aus dem Boden. Seit diesen Ereignissen ist Lightning, die taffe Lady mit den pinken Haaren, wie vom Erdboden verschluckt. Deshalb tritt diesmal ihre kleine Schwester Serah auf den Plan und macht sich daran, das verschollene Familienmitglied zu finden. Draufgänger Snow, Heulsuse Hope und weitere alte Bekannte sollen zwar kurze Auftritte haben, aber keine Hauptrollen mehr spielen. Stattdessen setzt Square Enix auf den Charme neuer Heldenfiguren wie Schwertkämpfer Noel, der Serah entschlossen zur Seite steht.
Noel verleiht der bekannten Welt aber nicht nur ein neues Gesicht, sondern auch eine neue Spielmechanik, denn der Bursche ist kein Otto-Normalbürger. Er kommt aus einer düsteren Zukunft, in der er als letzter lebender Mensch auf der Welt weilt. Nun ist er in die Vergangenheit gereist, um einmal kräftig am Rad des Schicksals zu drehen. Vor allem aber ist er in der Lage, spezielle Portale durch die Zeit zu nutzen, sogenannte "Historia Crux". Das einzige Problem: wo, oder besser gesagt: wann genau man rauskommt, weiß man nicht, wenn man sich in so ein Portal stürzt.
Aber egal, wo und wann man ist, eines fällt überall direkt auf: In der herrlich detaillierten Spielwelt geht’s längst nicht mehr so beengt zu wie im Vorgängerspiel. Zwar ist die Welt nicht komplett offen und frei zugänglich, besteht aber immerhin aus deutlich weiteren, verzweigten Schläuchen, Gängen und Höhlen, die herrliche Entdeckertouren versprechen. “Final Fantasy“-typisch lässt einen die Grafik dabei immer wieder staunen. Die gepflasterten Straßen mit ihren Treppchen und Gassen sind gefüllt mit Leben, gesäumt von Händlern mit bunten Hütten, Regen schlägt in plastischen Tropfen auf die Kamera und Pfützen schimmern im fahlen Licht der Sonne. Großartig, da streunt man doch gerne ein bisschen umher!
Wie in bislang jedem “Final Fantasy“ beeindruckt auch in “13-2“ der unverwechselbare Look des Spiels. Egal, ob in den butterweichen Render-Videos oder bei der normalen Spiel-Grafik: Details, Geschmeidigkeit der Animationen und ästhetische Präsentation sind kaum zu übertreffen. Schön auch, dass die Entwickler scheinbar auf die Fans gehört haben und nun eine deutlich offenere Spielwelt anbieten als noch im Vorgänger-Abenteuer.
Was für den einen Ästhetik pur ist, kann der andere schnell auch mal als Kitsch abtun. Denn Porzellangesichter, Glitzerstaub und niedliche Maskottchen sind nicht jedermanns Sache. Zudem wird es wohl erneut keine deutsche Tonspur geben, sondern lediglich Untertitel.
Einfach nur fesselnd und trotz der vorherrschenden Bonbon-Optik nochmals düsterer als sein Vorgänger. Diesmal könnte es alle zufriedenstellen - Kritiker und Fans von Teil 13 gleichermaßen.
Titel: Final Fantasy 13-2
Genre: Rollenspiel
Publisher: Square Enix
Hersteller: Square Enix
Release-Termin: 3. Februar 2012
Preis: zirka 55 Euro
System: PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Einschätzung: Sehr gut
Quelle: Richard Löwenstein
TG schrieb:
am 13. Januar 2012 um 18:51:33
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Kommentar
Whatever, erwarte nach diesen grottigen FF XIII gar nichts mehr von Square Enix, die besten Teile bleiben sowieso die PS1 Klassiker
Final Fantasy VII - IX
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Felix H. schrieb:
am 11. Januar 2012 um 18:57:56
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Korrektur
Bei Final Fantasy gab es noch nie eine deutsche Tonspur! Recherchiert mal ordentlich! Und zudem wird Final Fantasy XIII-2 die
Hauptserie nicht abschließen, sondern erst XIII-3, da FF XIII-2 mit den Worten "to be continued..." abschließt.
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