20.08.2010, 11:10 Uhr | ams
Als die Tore aufgingen, stürmten die Besucher regelrecht die Hallen: Die SpielemesseGamescom in Köln öffnete am Donnerstag für das Publikum mit einem enormen Andrang. "Es läuft fantastisch. Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr ein kräftiges Besucherplus erreichen", sagte der Geschäftsführer der Kölner Messegesellschaft, Oliver Kuhrt. 2009 waren 245 000 Menschen gekommen. Allerdings brauchten die Besucher auch dieses Mal Geduld: An vielen Ständen gab es lange Wartezeiten, bei besonders begehrten Spielen mussten die Gamer zwei oder drei Stunden Schlange stehen.
Schon vor dem Start drängten sich Menschenmassen an allen Eingängen. Als sie um 10.00 Uhr hereingelassen wurden, rannten viele sofort zielstrebig zu ihren Lieblingsspielen. Innerhalb kürzester Zeit waren zum Beispiel die abgeteilten Wartegänge beim heiß erwarteten Rollenspiel Diablo 3 voll. Andrang herrschte auch bei WoW oder dem Klassiker Zelda, aber auch bei Ballerspielen wie Call of Duty: Black Ops und Action à la "Mafia 2".
Trotzdem nahmen die meisten Besucher es gelassen. "Das Anstehen ist mir egal. Wir sind neugierig und haben seit Ewigkeiten auf dieses Spiel gewartet, jetzt wollen wir es auch sehen", meinte zum Beispiel der 22-jährige Peer. Ein 14-Jähriger sagte dagegen: "Es ist ja cool hier, aber die Wartezeiten nerven." Insgesamt können die Besucher an mehr als 10.000 Spielstationen daddeln. Damit die Geräte nicht dauerhaft blockiert werden, sind die Spielzeiten oft beschränkt.
"Obwohl die Aussteller wirklich viele Spielstationen aufgebaut haben, lassen sich Wartezeiten leider nicht vermeiden", sagte ein Sprecher des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU). "Aber das gehört irgendwie auch zum Phänomen Gamescom dazu. Viele Spiele haben eine wahnsinnig große Fangemeinde, und so ein Fan ist dann auch bereit, stundenlang anzustehen, um als einer der ersten dieses Spiel testen zu können." Obwohl die Hersteller verstärkt Familien für Computerspiele gewinnen wollen, dominierte bei den Besuchern deutlich die klassische Zielgruppe: Männliche Jugendliche und junge Männer. In den Messehallen herrschte teils ein unglaublicher Lärmpegel, durch Lautsprecher dröhnten Musik, Spiele-Sounds und Moderationen.
Bei der Hardware stehen neue intuitive Bewegungssteuerungen im Mittelpunkt. Diese könnten sich nach Ansicht von Kudo Tsunoda, Entwicklungschef von Microsoft Kinect, bald in die Tradition klassischer Gesellschaftsspiele einreihen. Denn diese neue Art der Steuerung sei "besonders gemacht für Leute, die sich gerne mit anderen treffen und gerne zusammen spielen, mit Familie oder Freunden". Bei Spieleabenden könnten dann künftig auch Videogames im Mittelpunkt stehen, sagte Tsunoda der Nachrichtenagentur dpa. Kinect funktioniert rein durch Körperbewegung. Bei Sonys Move ist noch ein Controller erforderlich. Ein weiterer Trend ist das dreidimensionale Spielen. Nintendo stellt dem Fachpublikum auf der Gamescom seine neue mobile Konsole 3DS vor. Auf dem oberen der beiden kleinen Bildschirme sind Spiele in räumlicher Perspektive zu sehen. Eine Spezialbrille wird nicht benötigt.
Weitere Informationen zur Gamescom 2010 finden Sie in unserem Gamescom-Special.
Quelle: dpa
M schrieb:
am 20. August 2010 um 14:33:57
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naja
auf ner Messe will cihw as angucken, und nicht dumm rumstehen, vllt sollte man 2 oder sogar 3 der Messen machen, eine in Nähe des
Pottes udn eine wieder im Osten bzw/und Süden so verteilt sich die Last, aber dazu haben die Aussteller sicher keine Lust.
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