20.12.2011, 10:58 Uhr | vb / jr
Kazuo Hirai stellt auf der E3-Spielmesse 2011 die Playstation Vita vor (Quelle: AP)
Die Playstation Vita hat einen gelungenen Start hingelegt: Wie der "Famitsu"-Herausgeber Enterbrain errechnet hat, ist Sonys neuer Handheld binnen zwei Tagen nach dem Verkaufsstart mehr als 320.000 Mal über die Ladentheken gegangen. Damit verkauft sich die Vita schneller als ihre Vorgänger, bleibt jedoch hinter Konkurrent Nintendo zurück. Inzwischen sind bereits erste Meldungen aufgetaucht, die von Problemen mit Downloads und einfrierenden Bildschirmen berichten. Deutsche Spieler, die das Gerät schon vor dem Start importieren, müssen derweil tief in die Tasche greifen.
Im Vergleich zur PSP, die binnen acht Tagen rund 250.000 Mal den Besitzer wechselte, hält sich die Vita besser. An die Zahlen des 3DS kommt das Gerät dennoch nicht heran: Binnen zwei Tagen griffen mehr als 370.000 Kunden zum 3D-fähigen Handheld. Die Prognosen stehen für Sony allerdings nicht schlecht: Binnen einer Woche werde sich die Vita 1,4 Millionen Mal verkaufen, prognostiziert Enterbrain. Bis dahin werden zumindest die Speicherkarten knapp: Aktuell sind bestimmte Memory-Cards für die Vita in vielen japanischen Geschäften nicht mehr erhältlich. In den Größen 16 und 32 Gigabyte sind die Karten besonders beliebt, kleinere Modelle sollen noch vorhanden sein. Die Karten werden zum Speichern von Download-Games benötigt.
Deren Größe sollte laut Sony nicht mehr als drei Gigabyte betragen, was in der Realität jedoch bereits widerlegt wurde: Während Uncharted: Golden Abbys mit rund 2,8 Gigabyte unter der Grenze liegt, übertrifft "Blazblue: Continuum Shift Extent" das Limit mit einer Größe von 3,2 Gigabyte deutlich. Abseits davon haben sich erste Gamer mit Berichten über Systemabstürze zu Wort gemeldet. Nach einem Einfrieren des Bildschirms sei die Vita nicht mehr zu steuern, es helfe nur ein Neustart des Systems, heißt es dort. Mitunter wurde auch berichtet, dass sich der Handheld trotz geladenem Akku nicht starten lasse. Ob es sich hierbei um Einzelfälle oder einen Fehler in der Hardware handelt, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Inzwischen hat Sony sich bei den betroffenen Kunden für die Unannehmlichkeiten entschuldigt und angekündigt, an einem Firmware-Update zu arbeiten, das die Probleme beheben soll. Zur Anzahl der Problemfälle machte der Publisher weiterhin keine Angaben.
In Deutschland wird die Vita ab dem 22. Februar 2012 erhältlich sein. Wer das Gerät schon jetzt haben will, wird zwar bei eBay fündig, sollte aber über das entsprechende Kleingeld verfügen: Die Preise für Import-Geräte belaufen sich derzeit auf mindestens 400 Euro, die Verfügbarkeit hält sich in überschaubarem Rahmen. In Deutschland wird die Vita als Basis-Modell für 249 Euro erhältlich sein, das Modell mit zusätzlicher 3G-Funtionalität schlägt mit 50 Euro mehr zu Buche.
vb / jr
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