25.03.2010, 14:56 Uhr | tz/ vb
Den meisten Menschen sind Google Earth und Google Maps nur als Weltkugel bekannt. Das klingt für Spieler zunächst wenig aufregend. Da Google seinen Weltatlas jedoch mit zahlreichen Schnittstellen zur Erstellung von Erweiterungen ausgestattet hat, fällt es Hobby-Programmierern nicht schwer, den Globus zur Spielfläche umzufunktionieren. Games für Google Earth und Google Maps finden sich daher zahlreiche. Wir stellen die Besten davon in unserer Foto-Show vor.
Im Browser-Game 2D Driving Simulator tippt der Spieler einfach den Namen der Stadt ein, durch die er fahren will. Danach lädt das Spiel die Karten-Daten und schon kann mit Auto oder Bus durch das virtuelle Abbild der City gedüst werden. Gesteuert wird über die Pfeiltasten, selbst Blinken ist kein Problem. Derzeit ist der 2D Driving Simulator noch in einem frühen Stadium der Entwicklung, Bugs wie die fehlende Kollisionsabfrage machen es also möglich, durch Gebäude zu fahren. Schon jetzt sind aber interessante Features enthalten, die es dem Spieler etwa erlauben, heran zu zoomen oder den Blickwinkel zu ändern.
Dank Ships ist es mit Google Earth möglich, das Steuer über Ozeanriesen wie die "Queen Mary 2" zu übernehmen. Realisiert wird das Ganze über ein Plugin, das Google Earth direkt in den eigenen Browser integriert. Ein Download ist bei Ships nicht nötig, vorausgesetzt das Google-Plugin wurde bereits installiert. Das Spiel selbst läuft vollständig im Browser ab. Navigiert wird mit den Cursortasten, alternativ ist auch eine direkte Steuerung über die eingeblendete Schiffsbrücke möglich. Hier lässt sich auch der Anker des Schiffs lichten oder das Schiffshorn betätigen.
Was viele User nicht wissen: In den aktuellen Versionen von Google Earth ist ein Flug-Simulator integriert, der mit der Tastenkombination STRG+ALT+A gestartet wird. Mit zwei Flugzeugtypen, einem F16-Kampfjet und der Propellermaschine SR-22, kann man über die Berge und Täler des Globus fliegen. Das mit dem Game hat Google nett gemeint, aber von einer Simulation ist es meilenweit entfernt. Für ein realistischeres Fluggefühl sorgt die kleine F16-Cockpit-Erweiterung. Wer lieber Astronaut statt Pilot spielen will, dem sei das Astronauten-Plug-In empfohlen.
Eher an Motorsportfans richtet sich das Google Earth-Plug-In F1 Circuit Tour. Es stellt unter anderem detaillierte Daten zu den Rennställen und -strecken der Rennsaison 2009 bereit. Das eigentliche Schmankerl der Zusatzsoftware ist die virtuelle Streckenrundfahrt samt passender Cockpitansicht, die für einige prominente Kurse wie beispielsweise Silverstone integriert wurde. Dort zeigt das Plugin neben dem Streckenverlauf auch die auf dem realen Kurs gefahrenen Spitzengeschwindigkeiten an. Selbst über die Strecke steuern können Sie den Rennwagen mit F1 Circuit Tour allerdings nicht.
Bei GE Chess treten Online-Schachspieler in Echtzeit mit dreidimensionalen Figuren gegeneinander an. Das Grundgerüst und die Kulisse hierzu liefert Google Earth, in dem bekannterweise auch 3D-Figuren dargestellt werden können. GE Chess funktioniert nicht als Plug-In, sondern wird wie ein herkömmliches Spiel installiert. Danach folgt die Registrierung auf der Webseite des Herstellers. Dann wird über ein Schachbrett in Google Earth , welches über GC Chess eingespielt wird, gegeneinander gezockt. Chatten ist über den gleichzeitig geöffneten Internet-Browser ebenfalls möglich.
Fließt der Nil durch den Sudan oder den Tschad? Wo liegt Tripoli, wo Timbuktu? Der zweitgrößte Kontinent der Erde ist nicht allen Google Earth-Nutzern derart bekannt. Deshalb hat die Initiative „My Wonderful World“ das interaktive Afrika-Quiz für Google Earth entwickelt. „My Wonderful World“ ist eine Kampagne des renommierten US-Magazins „National Geographic“, die in Zusammenarbeit mit Google Earth Wissen über den Planeten Erde verbreiten will. Im interaktiven Quiz über Afrika wird auf spielerische Art das Wissen über die Kultur, Landschaft und Geschichte des Kontinents vermittelt. Die Fragerunde ist für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen geeignet.
Um die Mini-Spiele zu installieren, bedarf es nichts weiter als einen Doppelklick auf die in den Download-Archiven enthaltenen „.kmz“ Dateien. Diese sind bereits mit Google Earth verknüpft und werden beim Öffnen direkt in das Kartenprogramm eingebunden und ausgeführt.
tz/ vb
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