Test Aion | PC | Online-RollenspielDer Angriff der DrachenkriegerErschienen am 28. September 2009 | Richard Löwenstein / tz / jr
Held im Eigenbau
Aufstieg zum KriegerMan pilgert von Quest zu Quest, wobei vor allem die kampfbetonte Machart an World of Warcraft erinnert - einen vergleichbaren Schwerpunkt in Sachen Beruf und Handwerk sucht man vergeblich. Auffällig wiederum die prunkvolle Ausstattung der Städte; schön auch die bisweilen sehr aufwändige Machart der Erzählung. Ab Level zehn eröffnet sich eine Questreihe, die den Aufstieg bis zum Level 50, also vom gemeinen Asmodier oder Elyos zum geflügelten Daeva, ermöglicht. Im Anschluss kann man fliegend an PvP (Spieler gegen Spieler)-Schlachten gegen die jeweils andere menschliche Fraktion teilnehmen. Auch Gefechte gegen die Balaur und spektakulär inszenierte Bossgegner stehen auf dem Plan. Die finden alle im Abyss - einer Art Zwischenwelt - statt. Lohn der Mühe: Abyss-Punkte, die die Anschaffung besonders guter Ausrüstungsgegenstände ermöglichen. Ein Konzept, das sich schon bei WoW bewährt hat und hier genauso konsequent durchgezogen wird.Was uns gefälltAls Grafik-Motor kommt eine aufgebohrte Variante der Cry Engine 1 zum Einsatz, die seit 2004 schon das Actionspiel Far Cry ins rechte Licht rückt. Ihr Alter merkt man der Engine aber nicht an, Kulissen und Figuren überzeugen mit fantasievollem Design und herrlichen Details. An Zauber- und Kampfeffekten hat man sich mangels Vielfalt zwar schnell satt gesehen, in der Summe aber fasziniert der fernöstlich angehauchte Look.Was uns nicht gefälltDie sechs Berufe sorgen zwar für Abwechslung, sind aber nur eine nette Draufgabe. Ähnliches gilt auch für den Handel mit diesen selbst geschaffenen Waren. Im Grunde ist das Rollenspiel komplett auf Kampf und den Motivations-Schub durch große Siege gegen kolossale Kreaturen geeicht. Und natürlich das Erlebnis, solche Siege gemeinsam mit Mitspielern erreicht zu haben.FazitUnterm Strich bleibt Aion ein MMORPG - ein Online-Rollenspiel - ohne große Überraschungen, das aber World of Warcraft in vielen Punkten Paroli bietet. Eigene Verfeinerungen und Stilelemente motivieren zum Kennenlernen und Erforschen der Welt Atreia; und die Einsteigerfreundlichkeit verdient Lob. Leider fehlt ein kostenlose Download-Möglichkeit zum ausprobieren. Wenigstens ist im Anschaffungspreis von knapp 40 Euro ein kostenloser Monat enthalten. Danach fallen knapp 13 Euro Abogebühren pro Monat an.
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