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Online-Rollenspiel "Rift": Gut kopiert ist halb gewonnen

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Gut kopiert ist halb gewonnen

17.03.2011, 15:04 Uhr | vb

Rift (Quelle: Trion Systems)

Rift (Quelle: Trion Systems)

Seit über sechs Jahren dominiert Activision-Blizzards World of Warcraft nun das Genre der Online-Rollenspiele. Nach neuesten Zahlen loggen sich weltweit über zwölf Millionen Nutzer regelmäßig auf den Blizzard-Servern ein. Konkurrenten wie "Warhammer Online", "Herr der Ringe Online“ oder "Aion“ ernteten zwar gute Kritiken, konnten dem "WoW“-Lager aber kaum Spieler entziehen. Mit "Rift" greift jetzt ein neues Bezahl-Game den scheinbar übermächtigen Platzhirsch an. Neben dem Preis für das Spiel sind im Monatsabo 12,99 Euro fällig. Dabei verzichten die Entwickler von Trion Worlds auf waghalsige Spieldesign-Experimente, sondern vermischen das Beste aus den bisherigen Online-Rollenspielen mit der im Genre bis dato schönsten Grafik. Zum ganz großen Hit reicht das zwar nicht, eine zeitgemäße und vor allem spaßige WoW-Alternative ist Rift aber dennoch geworden. 

World of Telara

Im Gegensatz zur comic-artigen Spielwelt Azeroth von WoW ist Rift in einem klassischen Fantasy-Szenario angesiedelt. Ort des Geschehens ist die riesige, in viele abwechslungsreiche Landstriche unterteilte Welt Telara, in der seit einiger Zeit mysteriöse Dinge vor sich gehen. Das Spiel trägt seinen Namen nicht zufällig, denn der englische Begrifft "Rift“ (Riss) deutet bereits an, was den Spieler in Telara erwartet. Nachdem der magische Schutzbann zerbrach, der den Planeten bisher beschützte, öffnen sich Risse zu so genannten Elementarebenen, die mies gelaunte Kreaturen (Feuer-, Wasser-, Leben-, Tod-, Erd- oder Luftwesen) in die Landschaft entlassen. Die Spieler werden als auserwählte Helden von den Toten wiedererweckt und schließen sich einer der beiden verfeindeten Fraktionen an: Skeptiker oder Wächter.

Eine Frage des Charakters

Eine Besonderheit von Rift ist das Charaktersystem, das unzählige Möglichkeiten zulässt. Zwar hat man zu Beginn nur die Wahl aus den vier Basisklassen Krieger, Magier, Schurke und Kleriker, aber bald schon gewährt einem das Spiel Zugriff auf zunächst drei Unterkategorien. Wer will, darf später fünf weitere dazulernen. Heilende Magier, tankende Schurken oder per Magie angreifende Kleriker? In Rift ist alles möglich. Die von WoW & Co. gewohnte strikte Unterteilung der Spieler in Heiler, Schadensverursacher und Tanks gibt es in Rift nicht. Das lässt dem Spieler viel Freiraum zum Experimentieren, da man sich nicht auf eine Rolle festlegen muss.

Die Sache mit den Rissen

Zurück zu den Rissen: Während man kleinere Exemplare mit der entsprechenden Stufe alleine schließen kann, benötigen größere eine komplette Gruppe, wenn nicht sogar mehrere, die sich zu einem Schlachtzug vereinen. Dabei reicht es, nahe eines Risses auf den Schalter “Öffentlicher Gruppe beitreten“ zu klicken, und schon sieht man der Gefahr nicht mehr alleine ins Auge. Das ermöglicht ein sehr dynamisches Spiel: Während man durch die Lande trabt und Quests erledigt, kann man immer mal wieder zwischendurch zusammen mit anderen einen Riss bearbeiten, um dann wieder seiner individuellen Wege zu ziehen.

Töten, Sammeln, Leveln

Apropos Quests: Auf dem Weg zur Maximalstufe 51 absolviert der Spieler zahlreiche Aufgaben, in denen er Genre-typisch Gold, Erfahrungspunkte und bessere Ausrüstungsgegenstände ergattert. Dabei unterscheiden sich die Aufgaben kaum vom Standard: Eine bestimmte Anzahl Gegner töten, Objekte sammeln, Gespräche führen - das kennt man bereits alles. Das macht nicht immer Spaß, ist auf dem Weg zum Höchstlevel aber Pflicht. Immerhin gibt’s auch etwas fantasievollere Quests, zum Beispiel auf Wächterseite die Aufgabenreihe um den Zauberlehrling Scotty. In dieser gilt es, den Burschen im Kampf beizustehen und etwa durch einen Sumpf zu eskortieren oder ihn bei einem Zauberduell zu beschützen. Auch kleinere Rätsel wollen immer wieder mal gelöst werden.

Alles drin, alles dran

Nicht nur beim Quest-Design bietet Rift alles, was man aus anderen Online-Rollenspielen kennt: Bis zu drei Nebenberufe wie Waffenschmied, Kunsthandwerk oder Bergbau dürfen erlernt werden. In Auktionshäusern betreibt man regen Handel mit den anderen Spielern und verhökert erbeutete oder hergestellte Items. Clever designte Gruppen- und Raid-Instanzen locken zum gemeinsamen Abenteuer mit anderen Helden, während sich auf PvP-Schlachtfeldern (Player versus Player) Skeptiker und Wächter gegenseitig die Köpfe einhauen. Das  sehr aufgeräumte Interface erinnert ebenfalls frappierend an WoW. Zahlreiche Reittiere sowie spezielle Portale sorgen dafür, dass der Spieler schnell von A nach B kommt. Warum das Ganze dennoch richtig viel Spaß macht, liegt in der gelungenen Symbiose aus Altbekanntem und eigenem Ansatz: Allein mit dem ausgefeilten Charaktersystem kann man Stunden verbringen, und die Spielwelt Telara ist so riesig wie schön anzusehen.

Optischer Genuss

Überhaupt ist Rift grafisch das bisher gelungenste Online-Rollenspiel. Angefangen bei den malerischen Landschaften nebst herrlicher animierter Seen und Flüsse über aufwändige Kampf- und Spezialeffekte bis hin zu den detaillierten Charaktermodellen stimmt hier fast alles. Einzig die Laufanimationen der Figuren wirken etwas hölzern. Die komplett deutsche Sprachausgabe kann sich ebenso hören lassen wie der Soundtrack, der mit pompösen Orchesterklängen bestens zur dichten Fantasy-Atmosphäre passt.

Was wir mögen

Rift erfindet das Genre-Rad nicht neu, bietet aber alles, wonach ausgehungerte Online-Rollenspieler lechzen. Sowohl WoW-Veteranen als auch Neueinsteiger kommen dank des einfachen Spieleinstiegs und der gelungenen Tutorials auf Anhieb klar.

Was wir nicht mögen

Dem Titel fehlt es an Eigenständigkeit. Im Grunde ist Rift ein Potpourri der bisher erschienenen MMOGs, angefangen bei Warhammer Online (das ebenfalls von Trion Worlds stammt) über Everquest und Herr der Ringe Online bis hin zu World of Warcraft. 

Fazit

Man könnte Rift vorwerfen, nur ein billiger WoW-Abklatsch zu sein. Damit tut man dem Spiel aber Unrecht. Das Charaktersystem ist herrlich vielfältig und lässt den Spieler genau den Helden erschaffen, den er verkörpern möchte. Tonnenweise Quests, fordernde Instanzen, fetzige Spieler-gegen-Spieler-Duelle, hübsche Optik  und jede Menge Fantasy-Flair laden zum wochenlangen Verweilen in Telara ein.

Infos zum Spiel

  • Titel: Rift
  • Genre: Online-Rollenspiel
  • Publisher: Ubisoft
  • Plattform: Windows-PC
  • USK-Freigabe: ab 12 Jahren
  • Hersteller: Trion Worlds
  • Release: Online
  • Preis: zirka 45 Euro (plus rund 13 Euro monatliche Abonnementgebühren)
  • Wertung: Gut


Quelle: Medienagentur plassma

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Kommentare (3)

zum Forum

Thema: "Online-Rollenspiel "Rift": Gut kopiert ist halb gewonnen"

ans schrieb: am 21. März 2011 um 09:21:15
(0) (0) fail - nicht kaufen
Viel lustiger ist, dass viele schon nach 2 Wochen Ihre Abos gekündigt haben weil es kein gescheites PVP sowie der PVE
Conntent schon gecleart ist... langeweile hoch10 und wirklich nicht mehr als eine Kopie von anderen Spielen. An sich war der Ansatz echt gut - und für das erste MMO war es auch gelungen. Nur hat man vergessen das sowas wie Balancing zu einem MMO dazu gehört :)
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Aion^^ schrieb: am 18. März 2011 um 17:30:35
(0) (0) wie schaut das den aus
wer kauft den so ein Spiel die Grafik schaut ja aus das Video ist auch nicht Besser. Da kann ich auch bei den alten
Online Games bleiben. die sind besser als das ding. Gut kopiert ist halb gewonnen lol nicht mal halb voll Verloren!!!!!
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wow schrieb: am 18. März 2011 um 16:48:20
(0) (0) kann ich wenigstens noch Spielen
aha toll ... und schon in der EInleitung hat das Spiel jeden Reiz für mich verloren! Was soll ich mit einem
Spiel wo ich erstma Unsummen in neue Technik investieren muß. Ich kann mir doch nicht alle Furz lang nen neuen Rechner kaufen nur weil die Grafikanforderungen der Spiele immer übler werden, das Geld wächst leider nicht für alle auf Bäumen. Da lass ich es doch lieber!
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