09.03.2011, 11:48 Uhr | vb
Rückkehr zu den Wurzeln: Für "Virtua Tennis 4" beauftragt Publisher Sega wieder das Team, das vor zehn Jahren mit dem ersten Teil auf Anhieb eine Referenz-Sportsimulation ablieferte. Die Japaner von AM3 lösen damit die britischen Entwickler von Sumo Digital ab, die für das brave, aber insgesamt hinter den Erwartungen zurück bleibende "Virtua Tennis 2009" verantwortlich zeichneten. Und die Erfinder der Tennis-Reihe scheinen alles dran zu geben, wieder ein Genre-Highlight abzuliefern: So wird für Virtua Tennis 4 zum einen der Karrieremodus ordentlich aufgepeppt und soll Solospieler wesentlich länger an den Bildschirm fesseln als in früheren Teilen. Zum anderen werden in den Xbox 360- und PS3-Versionen die Bewegungssteuerungen Kinect beziehungsweise Move unterstützt. Wii-Spieler dürfen wieder per Fernbedienung auf Filzball-Hatz gehen.
Sega ist sich jedoch bewusst, dass langjährige Fans der Reihe auf ihre geliebte Controller-Steuerung und das gewohnte Button-Layout nicht verzichten wollen. Deshalb wird die Bewegungssteuerung nur in Einzelspieler- und Party-Matches möglich sein. Sega hüllt sich noch in Schweigen, ob die controllerlose Steuerungsvariante eventuell später per Patch auch im Karriere-Part oder Online-Partien nutzbar sein wird. Das dürfte alten Virtua Tennis- Hasen jedoch ohnehin egal sein, ist die altbekannte, enorm intuitive Steuerung per Gamepad doch ein Markenzeichen der Serie. Dennoch funktionierte die Move-Steuerung der PS3-Fassung im Probespiel bereits überraschend gut und glänzt in diesem Modus mit einem coolen 3D-Effekt. Die Kamera rückt tiefer, bis über die Schultern des Spielers, um dynamisch in eine Art Ego-Modus zu wechseln, wenn man seinen Schlag ausführt. Auf diese Weise entsteht ein gutes Gefühl für die Tiefe des Platzes.
19 wohl modellierte Original-Sportler werden in Virtua Tennis 4 mit von der Partie sein, von Roger Federer, Rafael Nadal und Andy Murray über Maria Sharapova und Caroline Wozniacki bis hin zu den Williams-Schwestern. Den Großteil der Spieler kennt man bereits aus den Vorgängern, es sind aber auch einige neue Gesichter am Start, etwa der deutsche Tennisprofi Philipp Kohlschreiber. Viel wichtiger sind aber die Verbesserungen am Spieldesign, allen voran der neue "World Tour"-Modus, in dem es in verschiedenen Events und Turnieren rund um den Globus geht. Ziel ist es, vom Nachwuchssportler zum Filzball-Star aufzusteigen. Dabei gilt es, verschiedene Ressourcen zu verwalten: Der Spieler muss anhand verschiedener Tickets bestimmen, wohin und wie weit er fliegen kann und zudem sorgfältig planen, an welcher Veranstaltung er als nächstes teilnimmt. Auch Ausdauer und Müdigkeit spielen eine Rolle. Man kann nicht ununterbrochen den Schläger schwingen, sonst bekommt man schnell arge Konditionsprobleme. Also kehrt man rechtzeitig in ein Hotel ein und lädt seinen Akku wieder auf. Zusätzliche Öffentlichkeitsarbeit und die von der Reihe bekannten Mini-Spiele (etwa eine Variante, in der man Returns unter starkem Windeinfluss in einen vorgegebenen Bereich spielen musste) versprechen eine anspruchsvolle Karriere.
Auf dem Platz hat sich bei Virtua Tennis 4 ebenfalls einiges getan. Der Fokus liegt zwar nach wie vor auf schnellem, actionbetonten Tennis, dessen Spielhallen-Wurzeln jederzeit durchscheinen. Die berüchtigten Hechtrollen hat der Entwickler aber erneut deutlich entschärft. Wer so schlecht steht, dass er den Ball des Gegners nur noch mit einem Becker-Hecht erreicht, wird die Filzkugel in Zukunft kaum mehr präzise übers Netz spielen können. Mit dem Match-Momentum-System hält zudem ein neues Feature Einzug. Jedem Athleten wird dabei ein Spieler-Typ mit eigenem Spielstil zugeordnet: Rückhand-Spieler, Grundlinien-Experte, Vorhand-Ass und weitere stehen zur Wahl. Agiert man gemäß dieser individuellen Stärken, lädt sich der Momentum-Balken auf, und man kann auf Tastendruck einen Superschlag loslassen, mit dem man den Ballwechsel zu seinen Gunsten beeinflusst oder gar direkt einen Punkt landet. Dadurch, dass man nie weiß, wann der Kontrahent diesen Schlag durchführt, kommt eine weitere taktische Komponente ins Spiel.
Für Online-Matches verspricht Sega, dass Verbindungsprobleme Vergangenheit sind, und verspricht einen "perfekt synchronisierten" Spielablauf. Wartet man in der Lobby auf einen Spielpartner, darf man sich sogar die Zeit in einem Match gegen die KI vertreiben. Zudem verdient man sich in den Netzwerk-Spielen eine virtuelle Währung, die man im Karrieremodus ausgeben darf. In Sachen Technik ist bereits alles im grünen Bereich: Flüssiger Spielablauf, tolle Animationen und stilecht nachgebildete Tennis-Courts in England, Frankreich und weiteren Ländern erzeugen stilechte Tennis-Atmosphäre.
Virtua Tennis 4 bringt mit feinen spielerischen Verbesserungen, dickem Karrieremodus und optionaler Bewegungssteuerung frischen Wind in die Serie. Spielbarkeit und Präsentation sind bereits jetzt top.
Schade, dass die Bewegungssteuerung nicht in allen Modi nutzbar sein wird. Hoffentlich reicht Sega später einen Patch nach, der diesen Umstand behebt.
Virtua Tennis 4 erfindet die Serie nicht komplett neu, spielt sich aber erstklassig und wird vor allem für Solisten deutlich mehr Inhalt bieten als Virtua Tennis 2009. Kleinere Gameplay-Verbesserungen bringen mehr Tiefe ins Geschehen. Die Bewegungssteuerung funktioniert erstaunlich gut, wird aber vorerst leider nur in Einzelspieler- und Party-Partien verfügbar sein. Insgesamt scheint Sega ein famoses Tennis-Paket abzuliefern - Fans der Sportart dürfen sich schon mal freuen!
Quelle: Medienagentur plassma
The Polonski schrieb:
am 27. April 2011 um 20:29:10
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Steuerbetrug
soviel ich weiss wird Virtua Tennis 4 das Move der PS3 nicht in seiner vollen Qualität unterstützen. Es wird ähnlich sein wie
beim Top Spin Tennis... einfach ein bisscgen runmfuchteln und hoffen dass es was bringt ... Leider weit entfernt von Sony's eigenen Tischtennis Game, dass die Move Steurung bravourös unterstützt.
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Player One schrieb:
am 10. März 2011 um 11:37:15
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VT 4
Naja ich finde es ist mit den Jahren immer schlechter geworden. Früher auf Sega Dreamcast war es richtig gut , mit tollem Editor etc.
heute wirkt es unfertig und immer gleiches Schema F. Am allermeisten nervt mich aber dieser "Kometenschweif" am Ball , warum ist der nicht zumindest ausschaltbar , der versaut den Realismus total und nervt zumindest mich. Ich bin von VT enttäuscht - die haben ihre eigene Legende zerstört imo. Ausserdem - wo bleibt endlich ein Spiel mit allen Tennislegenden?
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