28.02.2011, 12:47 Uhr | Medienagentur plassma / ams
Schöner, größer, komplexer: Der polnische Entwickler Techland visiert mit "The Witcher 2: Assassins of Kings" die Spitzenposition im Rollenspiel -Genre an. In Frankfurt stellte Publisher Namco-Bandai nun erstmals eine spielbare PC-Version vor. Das Ergebnis: "The Witcher 2" bietet beeindruckend spielbare Rollenspielkost rund um den finsteren Hexer Geralt. "Risen", "Dragon Age 2" und Co. müssen sich vor der Konkurrenz aus dem Osten in Acht nehmen.
Die präsentierte Nebenmission drehte sich um mysteriöse Mordfälle außerhalb der Stadt Vergen. Hexer Geralt erhält den Auftrag, den Fall genauer zu inspizieren. Bei allen Quests hat der Held freie Hand: In diesem Fall untersucht er zunächst die niedergebrannten Ruinen des Dorfs und anschließend die Leichen den Grabkammern. Bei der Leiche entdeckt Geralt nicht nur ein Poesiebuch, sondern auch einen Metallsplitter. Dieser steht symbolisch für die Story-Verästelungen in The Witcher 2. Entfernt der Spieler den Splitter mit einem Skalpell, verläuft die Mission nämlich anders, als wenn er die Scherbe einfach unbeachtet lässt. Derlei Verstrickungen und Entscheidungsmöglichkeiten finden sich laut Techland häufig im Spiel. Auch in Dialog-Sequenzen hat der Hauptcharakter oft mehrere Antwortmöglichkeiten. In der Vorschau-Version allerdings bleibt nur eine Lösung: Ein Sukkubus hat die Opfer erst verführt und dann getötet.
Auf dem Weg durch die Wälder vor Vergen trifft der Hexer auf Ritter und kleinere Ungeheuer. Die Steuerung der Kämpfe erweist sich als ausgesprochen funktional: Über die Maustasten aktiviert der Spieler leichte und schwere Attacken. Hotkeys auf der Tastatur stehen für magische Angriffe. Fünf Zeichen dienen dabei als Anhaltspunkte für die Zauberkräfte. Aard etwa entspricht einem Energiestoß. Für erfolgreiche Kämpfe erhalten Möchtegern-Krieger Erfahrungspunkte, mit deren Hilfe sie Geralts Fähigkeiten aufrüsten können. Dabei ist der Technikbaum in die vier Bereiche Training, Alchemie, Schwertkampf und Magie aufgeteilt.
"The Witcher 2: Assassins of Kings" ist ein umfangreiches Rollenspiel mit vielen Wahlmöglichkeiten und einem übersichtlich-komplexen Charaktersystem. Die Kämpfe profitieren von der dynamischen Steuerung und der gelungenen Kombination aus Schwertkampf und Magie. Technisch gehört der Titel jetzt schon zu den hübschesten Spielen seines Genres.
Die deutsche Sprachausgabe wurde zwar vollständig neu eingesprochen, wirkt aber recht emotionslos und langsam. Zudem war die Spielwelt in der Spielsession noch unbelebt. Doch diese Fehler soll bis zum Release im Mai behoben werden.
The Witcher 2 ist auf dem richtigen Weg: Die Technik stimmt, die Atmosphäre ist dicht, die Kämpfe machen Laune. Und offensichtlich haben die Entwickler maßgeblich an der Komplexität des Rollenspiel-Systems und der Spielwelt gearbeitet. Mit diesem Spiel ist im Sommer zu rechnen!
Quelle: Medienagentur plassma
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