16.06.2010, 09:02 Uhr | jr
Sony hat auf der Spielemesse Electronic Entertainment Expo (E3) in Los Angeles Preis und Erscheinungstermin für seine Bewegungssteuerung Move enthüllt. Die Erweiterung für die SpielekonsolePS3 soll demnach in Europa am 15. September 2010 auf den Markt kommen. Der eigentliche Move-Controller mit der charakteristischen farbigen Leuchtkugel an der Spitze soll einzeln zirka 40 Euro kosten. Für den zusätzlich erhältlichen Navigations-Controller muss man rund 30 Euro investieren. Ein Bundle mit der für Move-Games unabdingbar notwendigen Eyetoy-Kamera, dem Move-Hauptcontroller und einer Move Game Demo Disk will Sony für ungefähr 60 Euro anbieten.
Ähnlich wie bei Nintendos Wii lassen sich mit Move Spiele mittels Gesten und Bewegungen steuern. Sony verweist darauf, dass Move so präzise arbeitet, dass das System auch für Hardcore-Gamer interessant ist. Die Japaner planen deshalb, eine Reihe bereits erhältlicher Top-Games wie zum Beispiel Heavy Rain nachträglich mit kostenlosen Software-Updates Move-kompatibel zu machen. Sogar Actionspiele vom Schlage eines Killzone 3 sollen mit der neuen Bewegungssteuerung sehr gut bedienbar sein.
Zum Move-System gehört der stabförmige, mit einer Kugel am oberen Ende versehene Haupt-Controller, ein für die Bewegung von Figuren und Gegenständen im Spiel zuständiger Navigations-Subcontroller und die bekannte Playstation Eyetoy-Kamera. Der per Bluetooth-Funkverbindung mit der Basiskonsole verbundene, zirka 150 Gramm schwere Move-Controller, den die Sony-Entwickler mit einer abgeschwächten Force-Feedback-Funktion versehen haben, ist das eigentliche Kernstück. Er verfügt über ein Drei-Achsen-Gyroskop, einen Beschleunigungs- sowie einen Magnetfeldsensor. Anders als Nintendos intuitiver Wiimote-Controller soll Move damit präzise Bewegungen auch in einem virtuellen dreidimensionalen Raum ermöglichen. Die Kugel am oberen Ende des Adapters kann unterschiedliche Farben annehmen, was zur besseren Identifizierung des Gerätes beim Zusammenspiel mit der Kamera dient. Die Stromversorgung übernimmt ein handelsüblicher Lithium-Ionen-Akku.
Zusätzlich mit von der Partie ist ein knapp hundert Gramm schwerer Subcontroller, der über die gleiche Bewegungswahrnehmung wie Sonys klassischer Six Axxis-Controller für die PS3 verfügt und mit einem Analogstick, Richtungstasten sowie jeweils zwei Buttons und zwei Schultertasten ausgestattet ist. Der Controller wird ebenfalls per Funk an die Basis-Konsole gekoppelt; eine Kabelverbindung zum Hauptcontroller wie beim Wii-Nunchuk ist nicht nötig. Nach Angaben von Sony dient der Zusatzcontroller dazu, im Spiel Figuren und Gegenstände präzise zu bewegen. Der Subcontroller ist nicht obligatorisch, sondern er kommt abhängig vom jeweiligen Spiel, das darauf speziell angepasst sein muss, zum Einsatz.
Sony streitet sich mit seinem Rivalen Nintendo darum, wer von den beiden Unternehmen die intuitive Steuerung von Konsolenspielen erfunden hat. Sony reklamiert für sich, mit seinen Eye Toy-Spielen diese Sparte erst entwickelt zu haben. Über eine Kamera werden dabei die Bewegungen des Spielers aufgenommen und in einfachen Spielen in Befehle umgesetzt. Nintendo hatte die Wii-Konsole mit seinem ersten bewegungssensitiven Controller in kürzester Zeit an der starken Konkurrenz vorbei an die Spitze der Verkaufs-Charts gebracht. Auch Microsoft hat im Vorfeld der E3 seine Bewegungssteuerung unter dem Namen Kinect der Öffentlichkeit vorgestellt. Anders als bei der Konkurrenz kann der Spieler völlig ohne Eingabegerät allein mit Gesten, Körperbewegung und Sprache das Spiel steuern.
Quelle: dpa
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