26.09.2011, 12:17 Uhr | Andreas Sturm / vb / ams
Die "Ridge Racer"-Rennspielserie gibt es nun schon fast 20 Jahre. Eigentlich stammt sie aus Japan. Doch mit "Ridge Racer Unbounded" sollen nun die finnischen Entwickler von Bugbear Entertainment frische Luft in die angestaubten Felgen des Arcade-Renners blasen. Dabei setzen sie nach eigenen Aussagen vor allem auf "Drive, Destroy and Dominate". Rasen und Zerstören stehen also auf PC, PS3 und Xbox 360 im Vordergrund. Gerade in diesem Genre ist Bugbear nicht unerfahren, stammen doch Renn-Titel wie "FlatOut" oder "Rally Trophy" aus ihrer Feder. Allerdings müssen sich Freizeit-Raser noch einige Monate gedulden, ehe sie sich Anfang 2012 hinters Steuer klemmen können.
Schauplatz der Hochgeschwindigkeitsrennen ist der fiktive Ort Shatter Bay - eine Stadt, die mit ihren Häuserschluchten sehr an New York erinnert. Die Spieler werden neben der City auch die Außenbezirke und das Hafengebiet befahren können. Als Mitglied der Unbounded, einer Truppe von PS-Freaks, die sich zu illegalen Straßenrennen trifft, startet man seine Rennfahrer-Karriere und muss dabei zu verschiedenen Renn-Events antreten. Eines davon ist "Crash Race", bei dem es darum geht, mit allen Mitteln den Sieg einzufahren. Hier ist mehr gefragt als der reine Bleifuß. Hindernisse sind dazu da, umgefahren zu werden, und Gegner gehören auf den Schrottplatz. Putzt man sie von der Strecke, genießt man den Crash noch einmal in Zeitlupe. Und staunt dabei, in wie viele Blechteile sich ein Sportwagen auflösen kann. Außerdem laden die Fahrer mit ihren Drifts, Stunts und einem aggressiven Fahrstil ihre "Destruction Power" auf, mit der sie zwischendurch auch noch Streckenobjekte zerstören können. Die Rundenzeiten und Positionsangaben werden wohl nicht wie gewohnt am Bildschirmrand angezeigt, sondern den Spielern auf ungewöhnliche Weise mit großen Lettern an den Häuserfronten gezeigt.
Die Entwickler setzen im neuen Ridge Racer vor allem auf Physik-Spielereien. Die verwendete Engine berechnet die Zerstörungen jedes Mal neu, so dass kein Crash wie der andere aussieht und immer wieder andere Auswirkungen zeigt. Zerstörbare Objekte werden im Spiel als Ziele markiert, so dass man sie während der Hetzjagd nicht übersehen kann. Also Augen zu und durch Denkmäler oder Laster mit Gasflaschen brettern, dass es nur so kracht! Manchmal dienen aber auch Einkaufscenter oder Großraumbüros als Ziele oder Abkürzungen. Außerdem sammelt man so nebenbei noch reihenweise Bonuspunkte. Aber auch Brückenpfeiler auf der Strecke bilden für den Rennwagen mit Destruction Power nicht wirklich ein Hindernis, lassen sich aber wunderbar als Betonsperre für die Konkurrenz verwenden. Die Rennen wird man auch online im Multiplayer-Modus bestreiten können. Die hohen Geschwindigkeiten bringt das Rennspiel eindrucksvoll zur Geltung, und auch die Strecken sind sehr abwechslungsreich gestaltet. Als Fahrzeuge dienen keine speziellen Marken, sondern detailreich gestaltete Fantasie-Sportmodelle. Für endlosen Wettstreit dürfte der Streckeneditor sorgen, in dem man Wolkenkratzer, Tunnelsysteme und Straßen auf einer 64 Quadrate umfassenden Karte zu einer neuen Strecke zusammenstellt. Um auch andere Rennfahrer an seinen Kreationen teilhaben lassen zu können, lädt man die die Strecke kurzerhand auf einen Server hoch.
Mit 200 Stundenkilometern durch enge Straßen, manchmal auch durch ein Straßencafé rasen, dabei immer dicht am Heck des Gegners kleben - das ist Adrenalin pur! Ein kleiner Rempler, und schon ist man einen Platz weiter vorne und der Kontrahent legt einen sehenswerten Crash hin. Dabei genießt man die typischen Ridge Racer-Drifts und auf Hochglanz getrimmte Highspeed-Optik. Auch die zerstörbaren Streckenobjekte machen mit ihren Explosionen einen prima Eindruck.
So interessant die Stadt auch aussieht - leider lassen sich die Straßenschluchten nicht frei erkunden. Man kann zwar Abkürzungen durch Hochhäuser nutzen, aber Streckenziel bleibt Streckenziel. Obwohl Rundenzeiten und Positionsangaben auch in einem Arcade-Racer nicht unwichtig sind, plant Bugbear sie wohl nur ab und zu am Wegesrand anzuzeigen. Ungewöhnlich, aber auch praktisch?
Schnelle Sportwagen, rasante Kurven, heißer Gummi und Explosionen an jeder Straßenecke - in Ridge Racer Unbounded man riecht schon fast das verbrannte Öl. Der Arcade-Racer bietet atemberaubende Vollgas-Rennen und spektakuläre Crashs. Gas geben, drängeln, rempeln, driften und zerstören - hier bekommen Hobby-Bleifüße genau das geboten, was sie von einem neuen Ridge Racer erwarten. Wenn dann die Multiplayer-Modi auch noch stimmen, könnte der Start ins kommende Jahr heiß werden.
Name: Ridge Racer Unbounded
Genre: Rennspiel
Einschätzung: Gut
Preis: Noch nicht bekannt
Systeme: Windows-PC, PlayStation 3, Xbox 360
Hersteller: Bugbear
Publisher: Namco Bandai
USK-Freigabe: Noch keine Bewertung
Release-Termin: Februar 2012
Quelle: Medienagentur plassma
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