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Spiele-PC fürs grüne Gewissen (Teil 1)

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Spiele-PC fürs grüne Gewissen (Teil 1)

26.05.2008, 10:37 Uhr | Tobias Zeißler

Der Öko-PC (Montage: T-Online)Der Öko-PC (Montage: T-Online)Öko liegt voll im Trend. Bio-Lebensmittel aus kontrolliert ökologischem Anbau dürfen in keinem Sortiment mehr fehlen und Öko-Strom gehört heutzutage sowieso zum guten Ton. Auch vor PC-Spielern macht der Trend zur sogenannten "Green IT", die die Verringerung der CO2-Belastung und Maximierung der Energieeffizienz zum Ziel hat, nicht halt. Hochgezüchtete Spiele-Systeme wie etwa das „S-4 7500“ von Alienware ziehen pro Stunde mehr als 550 Watt aus der Steckdose, den Verbrauch von Monitor und Soundsystem nicht mitgerechnet. Noch schlimmer: Intels "Skulltrail"-Plattform, die sich im Extremfall bis zu 1000 Watt pro Stunde genehmigt. Mancher Spieler fragt sich deshalb, ob solche Stromfresser in Zeiten des Klimawandels und steigender Energiepreise mit dem grünen Gewissen und dem Geldbeutel überhaupt noch zu vereinbaren sind. Zahlreiche Hersteller haben diesen Trend bereits erkannt und reagieren mit neuen Produkten, die nicht mehr nur auf brachiale Power, sondern immer stärker auch auf hohe Energieeffizienz abzielen. Wir verraten, nach welchen von diesen Angeboten man als klima- und umweltbewusster Spieler Ausschau halten sollte.

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Stichwort Energieeffizienz

Intel Core 2 Extreme Prozessor (Bild: Intel)Intel Core 2 Extreme Prozessor (Bild: Intel)Das wichtigste Stichwort beim grünen Gaming-Rechner heißt Energieeffizienz. Es bedeutet, bei möglichst geringem Energieverbrauch eine möglichst hohe Leistung zu erzielen. Dass auf diesem Gebiet in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt wurden, zeigt die Entwicklung beim Prozessor-Giganten Intel. Verbrauchten die ersten Zweikern-Prozessoren der Pentium D-Baureihe noch bis zu 130 Watt, sind es beim aktuellen Core 2 Duo derer nur noch 65 - bei gleichzeitig deutlich gestiegener Rechenleistung. Besonders schnell und sparsam gehen die Zweikern-Prozessoren der neuen E8000-Serie zu Werk. Noch sparsamer, etwas langsamer, zum Spielen aber dennoch gut geeignet ist AMDs Baureihe energieeffizienter Athlon-Prozessoren wie der Athlon X2 4850e mit einem Verbrauch von lediglich 45 Watt. Noch sparsamer sind nur Notebook-Prozessoren, die sich allerdings nicht in Desktop-Gaming-Rechnern betreiben lassen.

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Sparsame Pixelbeschleuniger

ATI Radeon HD 3870 (Bild: AMD)ATI Radeon HD 3870 (Bild: AMD)Auch durch die Wahl der richtigen Grafikkarte lässt sich viel Strom sparen. Löbliches Beispiel sind hier AMDs ATI Radeon HD 3000- und die kommende HD 4000-Serie, die allesamt mit der sogenannten Powerplay-Technologie ausgestattet sind. Befindet sich die Grafikkarte im Leerlauf (Idle-Modus), taktet sie sich selbstständig herunter und schaltet außerdem nicht benötigte Teile des Grafik-Prozessors ab. Damit lassen sich viele Watt einsparen. Ein anderes Konzept verfolgt Konkurrent Nvidia. Der stattet seine Nforce 750a, 780a und Geforce 8200-Chipsätze für AMD-Prozessoren mit integrierten Grafikeinheiten aus. Diese verfügen über die Fähigkeit, ausgewählte Pixelbeschleuniger der Geforce 9-Serie im Leerlauf komplett zu deaktivieren. Die sparsame integrierte Grafikeinheit übernimmt dann die Darstellung des Bildschirminhalts. In der Marketing-Sprache nennt sich das Hybrid Power. Grundsätzlich ist diese Konzept noch sparsamer als das der Konkurrenz von ATI. Leider hat die Technik derzeit gleich zwei Haken: Zum einen erfordert Hybrid Power spezielle Chipsätze und Grafikkarten, zum anderen funktioniert die Umschaltung zwischen den Grafikkarten zur Zeit nur unter WindowsVista und zudem ausschließlich manuell.

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Schwarze Schafe

Nicht in allen Bereichen haben die Hersteller ihre Produkte auf Sparsamkeit getrimmt. Vor allem teure High-End-Hardware, egal ob Grafikkarte oder Prozessor, erweist sich häufig als Stromfresser. So soll Nvidias kommende High-End-Grafikkarte, die vermutlich auf den Namen Geforce GTX 280 hören wird, im schlimmsten Fall bis zu 236 Watt pro Stunde schlucken, mehr als die meisten Rechner insgesamt. Damit würde die Geforce GTX 280 selbst die mit 215 Watt als Energiemonster verschriehene Radon HD 2900 XT hinter sich lassen. Zum Vergleich: Günstige Einsteigerkarten geben sich mit zirka 20 Watt zufrieden. Auch bei den Prozessoren existieren Modelle, die man als PC-spielender Klimaschützer besser meiden sollte. Dazu gehören Intels Vierkern-Modelle Core 2 Extreme mit 130 Watt sowie AMDs Phenom X4 9750 und 9850 mit ähnlich hohen 125 Watt Verlustleistung. Allgemein ist der Sinn von Vierkern-Prozessoren derzeit noch mehr als fraglich. Mit Ausnahme weniger Spezialanwendungen bieten die Quadcore-Modelle kaum Geschwindigkeitsvorteile gegenüber den etablierten Zweikern-Prozessoren. Spiele profitieren in der Regel noch weniger von vier Rechenkernen.

>> Weiter zum zweiten Teil von "Spiele-PC fürs grüne Gewissen"



Tobias Zeißler  

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