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Spielebranche kämpft gegen Schwarzeneggers Jugendschutzgesetz

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Spielebranche kämpft gegen Schwarzeneggers Jugendschutzgesetz

02.11.2010, 12:38 Uhr | ams

Arnold Schwarzenegger wirbt für Terminator 3 (Bild: dpa)

Arnold Schwarzenegger wirbt für Terminator 3 (Bild: dpa)

Seit 2004 versucht der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger, ein neues Jugendschutzgesetz durchzusetzen, das unter anderem die Spielebranche betrifft. Dadurch sollen gewalthaltige Games eine entsprechende Kennzeichnung erhalten und nur noch an Volljährige verkauft werden dürfen. Bisher konnte sich die Spieleindustrie in den USA dagegen erfolgreich wehren. Jetzt ist die Gesetzesvorlage vor dem Supreme Court - dem obersten amerikanischen Gericht - gelandet, der eine endgültige Entscheidung fällen wird.

Im Schutze der Verfassung

Im Vergleich zum deutschen Jugendschutz wirken Schwarzeneggers Pläne, die von elf weiteren US-Bundesstaaten unterstützt werden, nicht außergewöhnlich restriktiv. Aufkleber auf den Spiele-Verpackungen sollen gewaltsame Spiele entsprechend kennzeichnen. Der Verkauf solcher Games an Minderjährige wäre verboten, bei Nichtbefolgen drohen den Händlern Strafen von bis zu 1000 US-Dollar. Dennoch hat der Spieleverband "Entertainment Software Association" (ESA) immer wieder Einspruch eingelegt und bisher vor Gericht in allen Instanzen Recht bekommen.

Spielbranche fürchtet Konsequenzen

Denn die ESA berief sich mit Erfolg auf die in der amerikanischen Verfassung garantierte Rede- und Meinungsfreiheit. Der Supreme Court allerdings könnte eine Ausnahmeregelung beschließen, wie sie bereits für pornographische Inhalte existiert. Mit einem entsprechenden Urteil ist erst Mitte 2011 zu rechnen. Hinter der Gegenwehr der Spielehersteller steckt auch Kalkül. Deren Besorgnis ist groß, dass striktere Jugendschutzmaßnahmen folgen werden, wenn das Einfallstor für staatliche Sanktionen erst einmal offen ist.


ams  

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Kommentare (5)

zum Forum

Thema: "Spielebranche kämpft gegen Schwarzeneggers Jugendschutzgesetz"

Geralt schrieb: am 5. November 2010 um 10:57:59
(0) (0) @Staatsbürger
Ich als altgedienter Soldat a.D. kann Ihnen versichern, daß das gezielte Töten von Menschen sich auf virtuellem Wege NICHT
trainieren lässt - in welcher Form auch immer!! Ähnliches wurde schon zu Steinhäusers Zeiten als Nonsens abgetan. Man spricht nicht umsonst vom "Kriegshandwerk" - dahinter steckt eine sehr physische und auch psychische Ausbildung, bei der der praktische Anteil haushoch überwiegt. Wenn Sie Verantwortliche suchen - schauen Sie auf die Herkunft der Waffenausbildung der Täter!!
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Jaden schrieb: am 5. November 2010 um 10:44:03
(0) (0) @Staatsbürger
Tausende von nicht straffällig gewordenen, aktiven Spielern entkräften Ihr Statement!! Weiterhin gehörten dann auch Medien
wie Boulevardpresse und Fernsehsender auf die Abschußliste - wird schwierig, da diese, wenn man genauer hinschaut, oftmals den "medialen Arm" der Politik darstellen...also die Politiker gleich mit abschießen! Und wir beide werden uns nach alledem in unserer Wellblechbarracke bei einer rostigen Blechdose voll Wasser über Sinn und Unsinn von Ballerspielen streiten.
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Misanthrop schrieb: am 5. November 2010 um 08:16:55
(0) (0) @Kratos
Was heißt hier "das Virus"?? Ich bin mit meinen 39 Lenzen ebenfalls leidenschaftlicher Spieler (momentaner Favorit "Fallout 3")!
Dennoch ist es für mich selbstverständlich, daß solche Spiele nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen gehören - sie sind ja auch entsprechend gekennzeichnet!! Gegen eine ZENSUR solcher Spieler (z.B. Entschärfung von Inhalten) spreche auch ich mich entschieden aus...eine entsprechende Kennzeichnung muß reichen. Restverantwortung liegt bei den Eltern!!
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