01.11.2010, 09:56 Uhr | Medienagentur plassma / jr
Der Markt für Strategiespiele ist im Umbruch: Klassische Vollpreisprodukte verkaufen sich nicht mehr. Selbst Titel wie Die Siedler 7 und Command & Conquer 4 konnten nicht den erwarteten Erfolg erzielen. Einzig Activision-Blizzards Starcraft 2 bildet hier eine Ausnahme. Die Publisher müssen sich aber auch dringend Gedanken über neue Geschäftsmodelle machen, denn die sogenannten "Free to Play"-Programme - gratis in der Anschaffung des Basisspiels, finanziert über kostenpflichtige Zusatzinhalte - kommen gerade im Bereich der PC-Spiele immer mehr in Mode. Das aktuelle Beispiel ist der Online-Ableger von Microsofts legendärer Strategiespiel-Reihe Age of Empires (AoE), mit dem man an glanzvolle alte Zeiten anknüpfen und die Massen begeistern will.
Age of Empires verknüpfte schon immer Aufbauelemente mit flotten Echtzeitschlachten. In der kommenden Online-Variante spielt die Heimatstadt eine ganz entscheidende Rolle. Denn sie ist quasi der Avatar des Spielers, in der Ressourcen aller Art gesammelt, verarbeitet und weiterentwickelt werden. Zu Beginn kümmert man sich um die notwendige Grundversorgung. Dann nimmt man Quests an und sammelt Erfahrungspunkte. Mit diesen schaltet man im Anschluss neue Einheiten und Gebäude frei. Anhand des Zustandes der eigenen Stadt ist also der Spielfortschritt klar ersichtlich.
Die eigentlichen Missionen gestalten sich abwechslungsreich, bleiben aber immer der Grundidee der Serie treu. Mal bauen sich Spieler zunächst eine Basis auf, dann müssen gegnerische Stützpunkte mit einem Trupp Soldaten eingenommen werden. Weniger traditionell gestaltet sich die grafische Umsetzung von Age of Empires Online. Denn das Strategiespiel wird im bunten Comic-Look präsentiert. Hier haben die Entwickler scheinbar bei Die Siedler 7 abgeschaut. Microsoft begründet diesen Stilbruch damit, dass diese Art der Umsetzung weniger Rechenkraft verbraucht und deutlich langsamer altert.
Age of Empires ist ein Klassiker des Echtzeitstrategie-Genres und das Spielprinzip absolut unverwüstlich. Trotz neuem Grafikkostüm bleiben viele Elemente wie etwa der Basisbau des ursprünglichen Spiels erhalten. Hinzu kommen Erfahrungspunkte und das Herstellen neuer Spielgegenstände durch Kombinationen der unterschiedlichen Rohstoffe.
Der Grafikstil wird Age of Empires-Puristen sicher nicht gefallen. Zudem steht und fällt das Projekt mit dem bezahlbaren Content. Wie teuer werden Zusatzmissionen und Extras sein? Und welchen Einfluss haben besonders Bonus-Gegenstände auf den Spielverlauf?
Der Ansatz hinter Age of Empires klingt eigenartig, kann aber durchaus funktionieren. Microsoft muss allerdings darauf achten, dass der Kosten-Nutzen-Faktor beim Zusatz-Content stimmt. Für die breite Masse der AoE-Fans dürfte Age of Empires Online aber auf alle Fälle interessant werden.
Quelle: Medienagentur plassma
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