25.11.2010, 12:32 Uhr | Medienagentur plassma / jr
Da der Kinofilm wegen der finanziellen Schieflage des Studios MGM derzeit auf Eis liegt, müssen sich Filmfans an PC oder Konsole setzen, um das neue Abenteuer des Doppel-Null-Agenten erleben zu können. Ausgestattet mit eigener Story, neuem Bond-Girl und einem exklusiven Song startet "James Bond 007: Blood Stone" von Activision fetzige Action, die allerdings unter einer uninspirierten Agentengeschichte und geringem Umfang leidet. Atmosphäre und Drumherum des PC, PS3, Xbox 360 und DS erscheinenden Spiels passen aber. In der Originalversion leihen Daniel Craig, Judi Dench und Co. den Hauptdarstellern ihre Stimme, und in der deutschen Fassung hört man die Synchronsprecher, die man aus dem Kino kennt.
"M" schickt ihren besten Mann einmal mehr dorthin, wo er mit harter Faust, locker sitzender Pistole und ultraschnellen Fahrzeugen die Welt retten muss. An Schauplätzen in Athen, Istanbul oder Bangkok soll Bond eine weltweite Verschwörung aufdecken und gestohlene Biowaffen suchen. Die Spur eines verschwundenen britischen Wissenschaftlers, der als Experte für Biowaffen gilt, führt den Agenten schließlich an den Bosporus. Im Untergrund der Stadt erwarten ihn auch schon gut bewaffnete Gegner. Das Actionspiel bietet das, was man von einem echten James Bond erwartet. Entwickler Bizarre Creation hat hier alle die Erfahrung in punkto temporeiche Inszenierung hineingepackt, die das Studio mit Games wie Blur oder Project Gotham Racing (PGR) gemacht hat.
Ständig explodiert irgendetwas, Trümmerteile segeln durch die Luft, und es rumst und kracht im Sekundentakt. Es gibt knallharte Nahkampfgefechte, heiße Verfolgungsjagden im Aston Martin oder im Schnellboot und natürlich auch schöne Frauen. Die britische Soul-Sängerin Joss Stone singt nicht nur den exklusiven Titelsong, sondern spielt auch als Nicole Hunter an der Seite von 007. Insgesamt kämpft sich der britischen Topspion durch 17 verschiedene Missionen, die allerdings selbst für Einsteiger in gut vier Stunden machbar sind.
In den wenigen ruhigen Momenten des Spiels schleicht sich 007 an seine Feinde heran und verdient sich in Zweikämpfen die so genannten "Focus-Shots". Diese helfen dann in den komplexeren Gefechten beim Anvisieren und gezieltem Schießen. Bis zu drei dieser Shots kann der Spieler bei Schusswechseln verwenden. Die Steuerung ist während der Nahkämpfe wie auch bei den bleihaltigen Gefechten intuitiv und flüssig. Um weiterzukommen, hat der Held stets sein Smartphone zur Seite. Holt der Spieler es aus der Tasche, kann er nicht nur die Gegner schnell lokalisieren, sondern auch deren Bewaffnung erkennen. Außerdem zeigt einem das Hightech-Gerät an, wo es innerhalb eines Abschnitts weiter geht. Zu guter Letzt dient es als Hackerwerkzeug für Computer und Überwachungskameras. In einem simplen und auf Dauer etwas langweiligen Minispiel kann man die Geräte damit ausschalten. Grafisch geht "James Bond 007: Blood Stone" größtenteils in Ordnung. Die Bewegungen sind dank Motion Capturing-Aufnahmen mit dem Original-Stuntman der Filme sehr stimmig. Allerdings könnte die Mimik des virtuellen Daniel Craig etwas bewegter sein, denn meist sieht man den Protagonisten nur mit heruntergezogenen Mundwinkeln
Vor allem atmosphärisch ist dem Bond-Drehbuchautor Bruce Feirstein ein prima Spiel gelungen. Action-Liebhaber bekommen mit anspruchsvollen Nahkämpfen, fesselnden Feuergefechten und spannenden Rennszenen alles geboten, was man von einem guten Bond-Spiel erwartet. Auch die eingängige Steuerung gehört zu den positiven Aspekten des neuen 007-Spektakels.
Erfahrene Actionspieler wird es stören, dass sie das Spiel zu sehr an die Hand nimmt, zum Beispiel das Visier halbautomatisch richtet oder mit dem Smartphone zu einfach Gegnersysteme hackt. Leider löst sich die Story in der Action-Hektik ab und zu in ihre Bestandteile auf und wirkt ziellos. Außerdem hätte man den KI-Gegnern etwas mehr Widerspenstigkeit spendieren können. Zudem ist der Umfang des Solomodus mit gerade mal vier Stunden Spielzeit arg gering ausgefallen.
Die Entwickler haben ihr Augenmerk nicht auf innovative Neuerungen in der Grafik oder dem Spieldesign gelegt, dafür aber ein Action-Game fertiggestellt, das sich ohne Macken und Mühen spielen lässt und mit der berühmten Marke und den bekannten Stimmen viel Atmosphäre bietet. Die Story ist leider ziemlich dünn und belanglos ausgefallen, auch die Bösewichte wirken konturlos und blass. Der geringe Umfang und ein nur mäßiger Mehrspieler-Part verhindern ebenfalls den Aufstieg in die Action-Königsklasse.
Titel: James Bond 007 Blood Stone
Genre: Action
Publisher: Activision
Hersteller: Bizarre Creations
Release: Im Handel
System: Windows-PC, PS3, Xbox 360, Nintendo DS
Wertung: Befriedigend
Quelle: Medienagentur plassma , t-online.de
Wiesel schrieb:
am 8. Januar 2011 um 00:10:54
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James Bond 007 Blood Stone
Hey.
Na ja bei ca.40 € und in 4 Stunden durchgespielt sage ich mal 4*10=40
gans schön teuer.Danke an dei
Intwickler... Vileicht sollten sie die Games nach Spielzeit berechnen !!!! Dann kommen die beim nechsten Boond wenn der 8 Stunden schaft auf 80 € 8*10=80 Ha HA ist doch eine Marktlücke oder?
Na ja ich würde das sooooo machen verdint mann mehr Kohle.......
Schöhnen Tag noch..
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