24.11.2010, 09:59 Uhr | Medienagentur plassma / jr
Electronic Arts legt mit "Need for Speed: Hot Pursuit“ für Xbox 360, PS3, PC und Wiiwieder ordentlich Gummi auf die Straße und kehrt zu den Wurzeln der populären Need for Speed-Racing-Reihe zurück. Denn geboten wird diesmal wieder Rennspaß pur ohne viel Schnickschnack drumherum. Temporausch ist garantiert, wenn man in seinem PS-strotzenden Kraftpaket mit 300 Sachen über den Asphalt rauscht. Eine Hintergrundgeschichte gibt es nicht. Der Spieler entscheidet sich im US-Bezirk Seacrest County lediglich für die gute oder die böse Seite und jagt entweder als Cop die Raser oder versucht mit einem Affenzahn vor den Gesetzeshütern zu flüchten.
In beiden Kampagnen gilt es, insgesamt 20 Levels zu erklimmen und per Kopfgeld oder Fahndungslevel Punkte zu verdienen. Damit schaltet man dann im Spielverlauf weitere Strecken, Modi und Autos frei. Der Spaß fängt schon bei den Original-Wagen an: In toller Hochglanz-Optik und mit kräftigem Motorensound rauschen über 100 Luxuskarossen von Audi bis Porsche oder schicke Polizeiwagen von Mazda bis Ford über die Polygon-Pisten. "Need for Speed: Hot Pursuit" verzichtet gänzlich auf Tuningmöglichkeiten und hat auch kein nennenswertes Schadensmodell. Lediglich die Lackfarbe kann man ändern. Karosserieschäden wirken sich auf das Fahrgefühl nicht aus.
Das Spiel richtet sich an Hobby-Piloten, die Spaß am Rasen haben. Die können sich in Modi wie Verfolgungsjagd oder Zeitfahrt austoben. Als Raser muss man hier Zeitrekorde schlagen, um Punkte zu sammeln. Auf der anderen Seite wird der Polizist zur Hilfe gerufen und muss möglichst schnell zum Einsatzort flitzen. Wer die Strecke gut kennt und Abkürzungen nutzt, macht dabei wichtige Sekunden wett. Aber Achtung, die ausgewogene Künstliche Intelligenz (KI) kennt die Schleichwege ebenfalls. Bei den Verfolgungsrennen hat man mit Nagelketten oder einem elektromagnetischen Impuls (EMP) diverse Gimmicks zur Verfügung, um Gegner auszuschalten. Kampagnenspezifisch stehen der Polizei Helikopter und den Rasern noch ein Monster-Turbo als Hilfsmittel zur Verfügung. Seinen Boost lädt man mit besonders gefährlichen Fahrten im Gegenverkehr oder durch lange Drifts wieder auf. Kickt der Spieler einen konkurrierenden Wagen von der Strecke, genießt man dies in einer spektakulären Zwischensequenz, die zeigt, wie sich der KI-Kontrahent wild überschlägt.
Die Spielzentrale von "Need for Speed: Hot Pursuit" nennt sich "Autolog". Hier kann man sich nicht nur online zu Rennen verabreden oder eigene Schnappschüsse und Kommentare an der Wall posten, sondern auch sehen, wie man im Vergleich zu anderen Spielern abschneidet. Ein Online-Kumpel hat eine bessere Zeit hingelegt? Also trifft man sich flugs zu einem neuen Rennen. Bis zu acht Spieler können sich gleichzeitig auf der Straße messen. Mit realen Gegnern sind die Rennen noch anspruchsvoller. Neben den Hochglanz-Autos bietet das Rennspiel auch eine detailreiche und liebevoll gezeichnete Umgebung. Während der rasanten Fahrten rasen Steilwände, Wasserfälle, Wüsten und Stadtlandschaften am Fahrer vorbei. Der Soundtrack bietet eine ausgewogene Mischung aus Dance, Rock oder Klassik. Die Wii-Umsetzung fällt gegenüber den anderen Versionen leider stark ab: Der Online-Modus fehlt, und grafisch liegt die Nintendo-Variante mit verwaschenen Texturen und niedriger Auflösung meilenweit zurück.
Dank der Konzentration auf rasanten Fahrspaß kommen Bleifüße voll auf ihre Kosten und erleben abwechslungsreiche Rennen. Den Fahrern stehen allerlei edle Fahrzeuge wie Lamborghini Reventón, McLaren Sterling Moss, Mercedes-Benz SLS AMG, Porsche 918 Spider, BMW M6 Cabrio oder Maserati Quattroporte zur Verfügung. Die Garage füllt sich im Spielverlauf immer weiter. Auch technisch und in Sachen Soundtrack kann "Need for Speed: Hot Pursuit" auf ganzer Linie überzeugen
Liebhaber ausgefeilter Rennsimulationen werden Tuningmöglichkeiten und ein ausgewogenes Schadensmodell schmerzlich vermissen. Auch die Wettereffekte könnten noch effektvoller sein. Unter den verschiedenen Spielmodi fällt das Zeitrennen etwas ab. Schade: Die Wii-Version bietet weder den Online-Modus noch die grafische Opulenz der anderen Umsetzungen.
"Need for Speed: Hot Pursuit" macht von Anfang an Spaß und entfaltet speziell im grandiosen Online-Mehrspieler-Modus sein ganzes Vollgas-Potential. Wer auf Tuning-Drumherum und Realismus verzichten kann und die reine Freude am Fahren bevorzugt, wird mit dem ebenso schnellen wie optisch gelungenen Rennspiel blendend unterhalten. Dank der Autolog-Zentrale ist das Auffinden von menschlichen Gegnern kinderleicht, und die Möglichkeiten von Kommentaren und Renn-Schnappschüssen verleihen der Zentrale einen interessanten Social Web-Touch.
Medienagentur plassma / jr
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