21.05.2008, 08:05 Uhr | Golem.de / kro
Playstation 3, Xbox 360 (Bild: Sony, Microsoft / Montage: t-online.de)"Playing Dirty", so nennt Greenpeace seine Analyse aktueller Spielkonsolen. In den Geräten von Microsoft, Sony und Nintendo fand die bekannte Umweltschutzorganisation zum Teil deutlich erhöhte Konzentrationen gesundheitsschädlicher Materialien. Eigentlich, so Greenpeace, gehörten diese Konsolen verboten.
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Greenpeace hat die Xbox 360 von Microsoft, die Playstation 3 von Sony und die Wii von Nintendo untersucht. Dabei sind die Umweltaktivisten auf gefährliche Stoffe wie Phthalat, Beryllium, Bromid und Polyvinylchlorid gestoßen. Im Report mit dem Titel "Playing Dirty" schreibt Greenpeace: Wenn die Spielkonsolen rechtlich als Spielzeug eingeordnet würden, dürften sie im Hinblick auf die Verwendung giftiger Materialien im Gebiet der EU überhaupt nicht auf den Markt gebracht werden.
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Dass es auch anders geht, zeigen einige Elemente der Konsolen, über die sich Greenpeace lobend äußert. So kommen die elektrischen Kontakte in der Wii ohne Beryllium aus - Xbox 360 und Playstation 3 enthalten den Stoff allerdings. Er kann laut Greenpeace beim Recycling oder bei der sonstigen Weiterverarbeitung zu schweren Lungenkrankheiten führen. Greenpeace verweist außerdem auf frühere Untersuchungen von Laptops und Mobiltelefonen, bei denen die Hersteller nach dem Fund ähnlich bedenklicher Materialen ungefährlichen Ersatz gefunden hatten. Greenpeace prangert außerdem an, Spielkonsolen würden am Ende ihres Lebenszyklus oft einfach weggeworfen und landeten auf unsicheren Mülldeponien in Entwicklungsländern, wo sie die Umwelt und die Gesundheit der Arbeiter beeinträchtigten.
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Clash of the Consoles (Bild: Greenpeace)Bereits früher hat Greenpeace sich mit Konsolen beschäftigt. Legendär ist der Fall von Nintendo, die Ende letzten Jahres bei einer Öko-Studie mit insgesamt null Punkten abgeschnitten hatten. Allerdings bedeutet das nicht unbedingt, dass die Produkte besonders viele Schadstoffe enthalten. Die schlechte Bewertung bekam das Unternehmen, weil es keinerlei konkrete Angaben zu Inhaltsstoffen oder zur Rücknahme macht. Die Ergebnisse der aktuellen "Playing Dirty"-Analyse können auf der speziellen Greenpeace-Webseite eingesehen werden.
Golem.de / kro
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