28.07.2010, 10:00 Uhr | Richard Löwenstein / jr
Was kommt raus, wenn man "World of Warcraft" mit "Need for Speed" kreuzt; wenn man also eine offene Online-Welt betritt, in der Hunderte rassige Sportautos einen Vollgas-Rausch herausfordern? Das Szenario hat der Videospiel-Hersteller Electronic Arts Anfang Juli getestet. Für kurze Zeit durften einige wenige geladene PC-Piloten weltweit die Server des mittlerweile live gegangenen Online-Actionrennspiels "Need for Speed World" stürmen. Wir haben an der Testfahrt teilgenommen, haben Nissan GTR, Dodge Charger und Audi R8 über enge Landstraßen, urbane Asphaltdünen und neongrelle Highways gescheucht. Wie spielt sich das; funktioniert das Konzept; stehen genug Traumautos am Start? Und vor allem: läuft die Online-Rennerei stabil?
Die Need for Speed-Serie steht für teure und schnelle Sportwagen in hübsch gestalteten Kulissen. Man jagt den Vordermann im Ferrari und Porsche, saugt sich im Windschatten heran und fliegt mit aufbrüllendem Motor vorbei. Das alles bietet der reine Online-Ableger "Need for Speed World" auch, aber auf andere Weise. Denn EA reichert das Game mit Rollenspiel-Elementen - zum Beispiel dem Anlegen eines Fahrerprofils - an. Danach wählt sich der Spieler aus einem kleinen Pool seinen Startwagen aus. Im Angebot sind Mitsubishi Eclipse GT, Nissan 240SX und Toyota Corolla GTS. Keine PS-Monster, aber für den Anfang ganz gut. Mit einem Klick auf "Enter World" geht's los, und man findet sich mit seinem fahrbaren Untersatz am Rande einer großen offenen Welt. Beim Blick auf die Stadt stellt sich die Frage: Kenn' ich das nicht? Klar, das ist die fiktive Stadt Palmont aus "Need for Speed: Carbon". Am anderen Ende der Welt dann Rockport aus "Most Wanted", dazwischen tun sich nach und nach neue Autobahnen und Landstraßen als Verbindungswege auf.
Überall sind schon andere Fahrer unterwegs. Einige bereits in getunten Sportautos, mit schicken Lackierungen. Die Missionen? Rennen fahren, was sonst. Ausgangspunkt sind blaue Lichtsäulen, die überall über das Land verteilt sind. Bitte Lichtsäule berühren - schon poppt ein Menü auf und fragt ab, was man den gerne ausprobieren möchte. Wettstreiter für Sprint-, Drift- und Verfolgungsrennen finden sich sofort. Leider geht es erst nach einer üppigen Ladepause auf abgesteckter Strecke los, das muss schneller werden. Immerhin: Das Fahrverhalten ist erstklassig. Direkt, rasant, mit einem Hauch von Realitätsnähe fegt man dahin; driftet schwungvoll um die Kurven und versucht, Vordermänner oder Überholwillige durch geschicktes Rammen vom Pfad der Tugend abzubringen. Dabei stehen einem kleine Zusatz-Gemeinheiten wie "Nitro", "Verkehrsmagnet" (behindert die Gegner) oder "Schwergewicht" (hilft, durch Hindernisse zu rasen) zur Verfügung. Wer gute Platzierungen und Siege einfährt, levelt sich hoch. Man tunt seinen fahrbaren Untersatz und kauft peu á peu neue und bessere Autos.
Die Starterpack-Downloadversion von NfS World kostet gerade mal 20 Euro. Abo-Kosten sind vorerst keine zu berappen. Die Welt gefällt, die original lizenzierten Sportautos machen einen detailgetreuen Eindruck. Schnell wird man süchtig danach, mehr virtuelles Geld anzuhäufen, die Garage zu füllen und den perfekten Rennwagen zu tunen. Zudem kann man in der Online-Community mit Freunden chatten und eigene Wettbewerbe und Events mit individuellen Ranglisten und Treffpunkten auflegen.
Die Grafik ist gut, reicht aber nicht ganz an aktuelle Titel wie "Need for Speed Shift" heran. Außerdem kann es passieren, dass computergesteuerter Gegenverkehr wie aus dem Nichts in die Spielwelt hineinrauscht. Manchmal fehlt auch Musik, einige Motoren, Schalt- und Unfallsounds klingen hohl und schräg. Und mit dem fehlenden Schadensmodell muss man wohl leben lernen.
Überraschend: Ein Online-Rollenspiel mit Autos? Das Konzept funktioniert tatsächlich und dürfte für Fans der Need for Speed-Reihe auf jeden Fall einen Blick wert sein. Denn das Fahren gegen Mitspieler aus Fleisch und Blut, das Tunen der Wagen, der Aufbau einer Rennflotte, all das kommt gut an. Allerdings ist ein leistungsstarker PC mit schneller Online-Anbindung für viel Spaß am Gas unbedingt notwendig.
Quelle: Richard Löwenstein
robi schrieb:
am 2. August 2010 um 20:57:48
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joman
joman: ja, das geht, es fahren genug cops da rum :>
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Moritz schrieb:
am 30. Juli 2010 um 16:42:50
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NFS World
Man kann sich ja bei NFS World online Regiestrieren, muss man das da auch bezahlen??
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joman schrieb:
am 29. Juli 2010 um 22:21:03
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nfs world
Ich persönlich würde gerne die cops spielen . ist das wohl vorgesehen bzw. möglich ?
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